Nationalpark Eifel

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Mit Ranger Sascha unterwegs - Jetzt krabbeln sie wieder…

Besonders an der großen Brennnessel finden wir sehr viele Raupen der bekanntesten Schmetterlinge. Tagpfauenauge, Admiral, Distelfalter, Kleiner Fuchs oder Landkärtchen bevorzugen diese vom Menschen oft ungeliebte Pflanze. Deshalb sollte vielleicht jeder, der Schmetterlinge mag, hier und da ein paar Brennnesseln schonen.

Die Raupen der genannten Schmetterlinge sind nicht unbedingt besonders spektakulär was ihre Farben und Formen betrifft. Doch selbst wenn sie es wären, würden sie uns wahrscheinlich nicht unbedingt auffallen, weil wir Brennnesseln doch eher meiden. Extra verstecken tun sich Schmetterlingsraupen jedenfalls nicht.

Eine auffällige Raupe unserer Laubholzwälder ist der Buchen-Streckfuß, oder auch Rotschwanz genannt. Da sich die Raupe an Blättern von großen Laubbäumen satt frisst, bleibt sie uns häufig verborgen. Manchmal hat man aber Glück und kann diese gelbe, in Büscheln behaarte Raupe auf dem Weg beobachten. Sie hat einen roten Haarpinsel am hinteren Ende, was den deutschen Name erklärt. Der Schmetterling selbst ist eher unscheinbar. Er ist nachtaktiv, weshalb wir ihm kaum begegnen. Tagsüber sitzt er mit ausgestreckten Vorderbeinen in seinem Versteck.

Eine andere Raupe fällt zurzeit häufig auf der Dreiborner Hochfläche auf. Es ist die Raupe der Schmetterlingsart Brauner Bär. Sie ist bis 60 Millimeter lang, dunkel und dicht mit langen braunen Haaren bewachsen. Durch diese hindurch sieht man seitlich die weißen Punktwarzen. Die Raupe frisst übrigens neben Weiden- und Himbeerblättern ebenfalls sehr gern Brennnesselblätter. Der Falter ist mit schwarzweißen Linien gezeichnet. Die Hinterflügel sind leuchtend orange mit dunklen Punkten. Er wird uns in diesem Jahr wahrscheinlich nicht selten begegnen.

Es lässt sich beobachten, dass in fast jedem Jahr irgendeine Schmetterlingsart besonders häufig ist. Diese Population bricht dann meist im darauf folgenden Jahr wieder auf Normalmaß zusammen.

Als Letztes noch eine weitere Raupe, die durch ihr Aussehen auffällt: Die Raupe des Mittleren Weinschwärmers ist mit bis zu 80 Millimeter recht lang. Sie ist unbehaart und variiert in den Farben grün über braun bis fast schwarz. Am vorderen Ende befinden sich zwei augenartige Fleckenpaare. Bei Gefahr senkt die Raupe den Kopf, dadurch blähen sich die Segmente der „Augenpaare“ leicht auf. Der Fressfeind soll so vertrieben werden. Bevorzugte Futterpflanzen sind Drüsiges Springkraut und Schmalblättriges Weidenröschen. Auch der Schmetterling ist auffällig geformt und bunt. Das ganze Insekt ist grün-rosarot gefärbt.

Hoffen wir, dass sich die Raupen schön satt fressen, damit wir in ein paar Wochen möglichst viele schöne Schmetterlinge beobachten können!

Bis bald
Euer Ranger Sascha Wilden

 
 
 



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