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Für den Notfall gerüstet: Junior Ranger lernen Erste Hilfe in der Natur

Erste Hilfe-Kurs im Nationalpark Eifel durch Rolf Feige vom DRK Euskirchen

Heimbach-Düttling, den 17. Oktober 2017. Improvisieren und flexibles Handeln sind gefragt, wenn Gruppenführer in der Natur unterwegs sind und ein Teilnehmer gesundheitliche Probleme bekommt. Was ist als erstes zu tun, wenn sich jemand am Lagerfeuer verbrennt, auf einem Baumstamm abrutscht und wie ist im schlimmsten Fall ein Notruf abzusetzen? Das und vieles mehr erfuhren im Nationalpark Eifel am Wochenende die jüngsten Naturführer des Großschutzgebietes, die Junior Ranger bei ihrem ersten Notfallkurs.

Insgesamt 20 Kinder und Jugendliche waren zu dem Fortbildungsangebot der Nationalparkverwaltung Eifel in die Umweltbildungseinrichtung „Wildniswerkstatt“ nach Heimbach-Düttling gekommen, um gemeinsam mit Rolf Feige den Notfall zu üben. Feige ist nicht nur Nationalpark-Waldführer sondern auch Ausbilder beim Deutschen Roten Kreuz für den Kreisverband Euskirchen. Er kennt sich aus in der Natur des Nationalsparks und mit Notfällen. „Die Kinder- und Jugendarbeit im Nationalpark Eifel liegt mir besonders am Herzen, solche Aktionen unterstütze  ich gerne“, so Feige. 

Der Notfallkurs gehört zu dem regelmäßigen Weiterbildungsangebot für die engagierten Jugendlichen und ist Teil des bundesweiten Junior Ranger Programms.  

„Es ist wichtig, dass die Junior Ranger, die bei uns Familien durch den Wald führen oder auch die sommerlichen Wildnsicamps mit betreuen, sicheres Handwerkszeug der Ersten Hilfe parat haben“, freut sich Umweltpädagogin Maike Schlüter, die gemeinsam mit zwei Rangern das Programm für die Junior Ranger in der Wildniswerkstatt Düttling betreut.  Der Erste Hilfe Kurs ist für all jene Junior Ranger, die nach ihrer Zertifizierung und Ausbildung weiter für den Nationalpark aktiv sind.

Nach einem theoretischen Teil, wie wichtige Grundlagen zu Rettungskette, Herz-Lungen-Wiederbelebung, erste Maßnahmen am Unfallort und Erstversorgung des Verunfallten, ging es anschließend in die Natur. Dort probten die Beteiligten im Gelände konkrete Situationen, die immer unerwartet passieren können: Dazu gehören das Ausrutschen,  Umknicken mit dem Fuß,  Behandeln eines Fremdkörpers im Auge oder die Versorgung einer Schnittverletzung.

„Gerade abseits der Stadtgebiet ist es wichtig gute Ersthilfe zu leisten, da unter Umständen der Rettungsdienst die Unfallstelle nicht oder erst sehr viel später erreichen kann“, so Schlüter und ist froh, am Ende allen eine Urkunde für die erfolgreiche Teilnahme aushändigen zu können.

Hintergrund

Das Junior Ranger Programm im Nationalpark Eifel wird betreut von den Rangern Mimo Miano und Dieter Stollenwerk sowie Maike Schlüter aus dem Fachgebiet Umweltbildung.
Die Ausbildung zum Junior Ranger für den Nationalpark Eifel dauert ein Jahr und beginnt jeweils nach den Sommerferien. Die Treffen finden wöchentlich Dienstagnachmittags statt. Bewerben können sich acht- bis zwölfjährige Kinder, die sich für den Naturschutz engagieren möchten und sich besonders für den Wald und die entstehende Wildnis begeistern.

 

Kontakt
Annette Simantke
Wald und Holz NRW
Nationalparkverwaltung Eifel
Fachgebiet Kommunikation und Naturerleben
Tel.: 02444. 9510-57
simantke@nationalpark-eifel.de

 
 



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