Nationalpark Eifel

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Ausstellungsplanung

Die Gäste der Ausstellung sollen das Nationalparkprinzip „Natur Natur sein lassen“ kennen lernen und verinnerlichen.

Die Nationalpark-Philosophie "Natur Natur sein lassen" wird die Kernbotschaft und der rote Faden der Ausstellung. Die vom Menschen unberührte Natur, die "Wildnis", soll den Gästen zu einem vertraut(er)en Landschaftsbild werden. Die Ausstellung will vermitteln, dass die Natur einen (Eigen-)Wert hat, dass die Menschen der Region auf "ihre" Natur stolz sein können und dass jeder und jede eine globale Verantwortung für ihren Erhalt trägt.

Dabei wird das Nationalparkziel "Zulassen von Wildnis" auch als kulturelle Aufgabe angesehen. Die am Standort Vogelsang erlebbare Ambivalenz zwischen der Nationalpark-Gegenwart des "Naturzulassens" und der NS-Vergangenheit des "Naturbeherrschens" soll deutlich werden. Weltoffene Perspektiven sollen einen Beitrag zur zukunftsweisenden und kulturübergreifenden Neuprägung des Standortes Vogelsang leisten.

Eine fantasievolle und unkonventionelle Gestaltung wird eine angenehme und inspirierende Raumatmosphäre schaffen. Inhalt und Gestaltung der Ausstellung sollen einfach und verständlich sein, positive Emotionen wecken und aktiv alle Sinne ansprechen. Die Gäste sollen sich dem "Wesen der Wildnis" öffnen können. Nach dem Motto "Umweltbildung mit Spaß" wird zum Staunen, Begreifen und (Um-)Denken angeregt.

Die Ausstellung wird Menschen unterschiedlichen Alters, Bildungsgrades und aus verschiedenen Herkunftsländern ansprechen. Wichtige Zielgruppen sind Familien, Jugendliche und behinderte Menschen. Sämtliche Informationen sollen in den Sprachen Deutsch, Englisch, Niederländisch und Französisch angeboten werden. Die Belange von Menschen mit und ohne Behinderung werden von vornherein berücksichtigt.

Die Ausstellungskonzeption von Stauffenegger + Stutz GmbH nimmt eine klare Haltung zum "Wildnis-Thema" der Ausstellung und zur Historie des Ortes ein. Sie beinhaltet als Schwerpunkte beispielsweise den völlig neuartigen Ansatz der "Inter-Passivität" (quasi als Gegenstück zur Interaktivität): Wer sich zurückhaltend und geduldig verhält, wird - wie in der Natur - mit attraktiven Erlebnissen belohnt. Dies unterstreicht auch gut die Nationalparkphilosophie "Natur Natur sein lassen". Allen Gästen der Ausstellung werden besondere Sinnes-Erlebnisse ermöglicht, was sich mit der besonderen Berücksichtigung von Menschen mit Behinderung (gemeinsamer Ausstellungsweg) verbindet. Die Ausstellung soll auf einen Besuch im Nationalpark Lust machen, will die Natur aber bewusst nicht imitieren.

 
 
 



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