Bildungskonzept der Ausstellung
Das Nationalparkzentrum vervollständigt mit seinem Bildungskonzept die bisherigen Bausteine der Umweltbildungseinrichtungen des Nationalparks Eifel.
Das didaktische Konzept der Ausstellung verbindet den Grundsatz der Nationalparke "Natur Natur sein lassen" mit dem Leitbild des Nationalparks Eifel "Wald – Wasser – Wildnis". Im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung werden dabei sowohl ökologische, als auch ökonomische und soziale Aspekte betrachtet.
Den Gästen der Ausstellung wird nicht nur Wissenswertes geboten, sie bekommen auch einen emotionalen Zugang zur Natur ermöglicht, zur "Wildnis vor der Haustür". Mit allen Sinnen soll die Freude an der Vielfalt der Natur und das Verständnis für ihren Schutz geweckt werden. Perspektivenwechsel, Überraschungseffekte und Faszination sollen den BesucherInnen ermöglichen, ihren Horizont zu erweitern und offen und neugierig auf Spurensuche durch die Ausstellung (und die Welt) zu gehen.
Dafür werden Beispiele der biologischen und kulturellen Vielfalt aus der ganzen Welt dargestellt und in Bezug zur Eifel gesetzt. Naturwissenschaftliche Aspekte finden ebenso Beachtung wie geschichtliche, philosophische oder kulturelle Eindrücke. So wird nicht nur ökologisches Wissen, sondern auch eine kulturelle Interpretation des Natur- und Wildnisbegriffes vermittelt. Es sollen authentische Erlebnis- und Lernsituationen geschaffen werden, die dem Gast eine individuelle Auseinandersetzung mit der Ausstellung erlauben. Dazu gehört, sich eine eigene Meinung zu bilden und persönliche Gestaltungskompetenzen aufzubauen.
Auch aktuelle Umweltphänomene und -probleme werden beleuchtet und die BesucherInnen zu einem nachhaltigen Umweltverhalten angeregt. Sie werden motiviert, über ihr eigenes Verhalten im Alltag nachzudenken und neue, naturschonende Handlungsmöglichkeiten zu entdecken, zum Beispiel beim Einkaufen oder im Urlaub.
Die Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt verdeutlichen den Einfluss des Einzelnen, aber auch der Gesellschaft auf die Natur. Die Ausstellungsgäste sollen für einen respektvollen Umgang mit der Natur und zu mehr Toleranz gegenüber der "unbekannten Wildnis" sensibilisiert werden.
