Nationalpark Eifel

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Die Buche - Herrscherin über die Eifeler Wälder

Vor 2.000 Jahren war die Buche die Herrscherin über die Wälder der Eifel. Und sie wäre es wohl noch heute, wenn der Mensch ihr nicht immer stärker zu Leibe gerückt wäre.

Erst rodeten die Bauern im Mittelalter immer größere Flächen der Eifel als Acker und für ihr Vieh. Dann stieg der Holzbedarf mit Aufkommen der Köhlerei und der Verhüttung von Eisenerzen stark an, und ganze Wälder wurden verfeuert. Zu Beginn des 19. Jahrhundert war die Eifel so gut wie waldfrei. Als das Rheinland 1815 ein Teil Preußens wurde, begann eine konsequente Aufforstung mit dem „Preußenbaum“, der Fichte. Die Buchenwälder, die einst das Bild der Eifel prägten, wurden auf kleine Restflächen zurückgedrängt.

Das Ziel im Nationalpark Eifel ist es, große Waldflächen sich selbst zu überlassen. Hier entstehen die Urwälder von morgen. Die Buche ist die einzige heimische Baumart, die auch unter einem dichten schattigen Kronendach leben kann. Durch diese starke Konkurrenzkraft gegenüber anderen Pflanzen der Laubwälder wird sie im Nationalpark Eifel im Laufe der Zeit ihre natürliche Vorherrschaft ausbauen und sich von ganz alleine ausbreiten.

Die Ausstellung „Waldgeheimnisse“ im Nationalpark-Tor Heimbach behandelt schwerpunktmäßig den Buchenwald.

 
 
 



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