Nationalpark Eifel

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Geologie und Geografie des Nationalparks Eifel

Die Rureifel besteht aus welligen Hochrücken, die durch die Rur und ihre Nebenbäche tief eingeschnitten werden. Die Bäche verlaufen meist mäandrierend und haben dabei charakteristische Talformen geschaffen. Die kleineren Nebenbäche verlaufen oft in schmalen, geraden, steilen Kerbtälern. Zeit und Geländeform erlaubten es nicht, eine breitere Sohle für ihren Verlauf zu erodieren. Die Urft-, Olef-, Rur- und auch das Püngelbachtal hingegen fließen in Abschnitten ihres Verlaufs durch breitere Sohlentäler, die die Ausbildung einer feuchten Talaue mit Wäldern oder Wiesen erlauben.

Die Rur schlängelt sich seit ca. 10.000- 11.000 Jahren durch die nördliche Eifel und gräbt bis heute durch Erosion ihr Bachbett immer tiefer in den Untergrund. Denn die Eifel ist noch immer in der Hebung begriffen, daher fließen die Bäche schneller bergab und reißen mehr Gestein mit in die Tiefe, so dass die Erosionskraft eines Baches mit der Hebung des Untergrundes zunimmt und sich die Eintiefung der Bäche bis heute fortgesetzt haben.

An den Flussläufen entlang der Urft und Rur sind über einige Strecken Uferterrassen aus der Eiszeit anzutreffen. Sie bestehen aus Sanden, Steinen und Kiesen, beispielsweise am Steinbach und am Nordufer von Schwammenauel. Sie zeugen davon, dass es während der Eiszeiten vermehrt Geröll und Erosionsprodukte gab, mit denen die Bäche ihre Betten zeitweise zulegten und an denen sich ihre Erosionskraft verbrauchte, vor allem in Hebungspausen. Dann wiederum hob sich der Untergrund, die Erosionskraft der Bäche nahm zu und die Bachläufe fraßen sich in die abgelagerten Terrasse hinein.

 
 
 



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