Nationalpark Eifel

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Gewässer - Wasser in seinen unterschiedlichen Erscheinungsformen

Wasser, die „Lebensadern der Natur“ im Nationalpark Eifel – heißt es in der Ausstellung im Nationalpark-Tor Rurberg. Und das zu Recht, denn Wasser ist neben Wald und Wildnis eines der Hauptmerkmale des rund 11.000 Hektar großen Schutzgebietes. Die Nordeifel ist ein regen- und gewässerreiches Mittelgebirge. Dies gilt auch für den Nationalpark Eifel, der einen repräsentativen Ausschnitt dieser vielgestaltigen Landschaft darstellt. Doch Gewässer ist nicht gleich Gewässer. Für den „Lebensraum Gewässer“ und die in ihm und an seinen Ufern lebenden Pflanzen und Tieren ist es von maßgeblicher Bedeutung, ob es sich um fließendes Wasser, also um Bäche oder Flüsse, oder um stehendes Wasser, also Seen, Teiche und Tümpel, handelt. Einen Sonderfall stellen die großflächigen Stauseen dar, die wie die im Nationalpark gelegene Urfttalsperre die Landschaft der Nordeifel prägen. Sie entstehen durch Aufstauung von Fließgewässer und stellen damit künstliche Gewässer dar.

 
 

Fließgewässer - Lebensadern der Landschaft

Der Nationalpark Eifel wird von einem dichten Netz kleiner und großer Bäche durchzogen. Fast alle diese Bäche münden entweder direkt oder über den Fluß Urft in die Rur.
 

Pflanzen der Fließgewässer

In den zumeist schmalen und beschatteten Bachläufen im Nationalpark Eifel mit ihren steinigen Bachbetten gibt es interessante Pflanzen zu entdecken.
 

Tiere der Fließgewässer

Typische wie häufige Fischarten der Nationalparkbäche und –flüsse sind die Bachforelle (Salmo trutta) und die Groppe (Cottus gobio). Dagegen ist das Bachneunauge (Lampetra planeri), eine in Nordrhein-Westfalen gefährdete Art, innerhalb des Nationalparks bisher nur im Fuhrtsbach gefunden worden.

 

Kleine Stillgewässer - vielfältige Ökosysteme in überschaubarem Format

An manchen Stellen im Nationalpark Eifel wurden Bäche mit Dämmen aufgestaut. Auf diese Weise entstanden kleine Teiche. Besonders häufig erfolgte dies an bachquerenden Wegen z. B. im Bezirk Wahlerscheid oder im Kermeter. Diese Stauteiche dienten als Löschteiche oder der Fischzucht. Für die in den Bächen lebenden Tiere bedeuten diese Staue Barrieren, die ihre natürlichen Wanderungen bachauf und -abwärts verhindern.
 

Pflanzen der Stillgewässer

Das Vorkommen der verschiedenen Pflanzen in und an den Teichen und Tümpeln des Nationalparks richtet sich vor allem nach der jeweiligen Wassertiefe und Dauer der Wasserbedeckung.
 

Tiere der Stillgewässer

Betrachtet man die meist kleinflächigen Stauteiche und sonstigen Klein- und Kleinstgewässer im Nationalpark Eifel genauer, so wird man feststellen, dass sich auch hiereine große Vielfalt unterschiedlicher Tierartengruppen beobachten lässt.

 

Talsperren - architektonisches Monument und wertvoller Lebensraum

Talsperren dienen der Speicherung von Wasser. Entsprechend den Anforderungen und dem Zweck des Anstaus kann es dann kontinuierlich oder zu bestimmten Zeiten genutzt oder abgeführt werden. Neben Brauchwasser-Talsperren, die hauptsächlich der Regulierung der Wasserführung, also dem Hochwasserschutz und der Sicherung einer Mindestwasserführung des Fließgewässers dienen, gibt es Trinkwasser-Talsperren, die für die Versorgung der Bevölkerung mit der lebensnotwendigen Ressource Wasser genutzt werden.

 

Pflanzen der Talsperren

Im Jahresverlauf schwankt der Wasserspiegel der Urfttalsperre um viele Meter. Deshalb fallen im regenärmeren Sommerhalbjahr die Uferböschungen und im Einlaufbereich der Urft in die Talsperre auch der Seeboden auf großer Fläche trocken. Im Gewässerboden wurzelnde Wasserpflanzen können unter diesen extrem wechselhaften Bedingungen kaum existieren, weshalb sie nahezu vollständig fehlen. Einzige Ausnahme ist der Wasser-Knöterich (Polygonum amphibium), der mit seinem langen Stängel sowohl mit und ohne Wasserbedeckung überlebensfähig ist. Hinzu kommt, dass die oftmals steilen Uferböschungen in der Talsperre sehr steinig sind und wenig nährstoffreiches Bodensubstrat zum Wurzeln bieten.

 

Tiere der Talsperren

Mindestens seit 1987 brütet der Graureiher (Ardea cinerea) in einer größeren Kolonie am Südufer der Urfttalsperre. Seit Ende der 1990er Jahre bewegt sich die Zahl brütender Graureiherpaare im Bereich von 30 Brutpaaren.
 
 



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