Nationalpark Eifel

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Ginster - das Eifelgold im Nationalpark

Der Besenginster bildet im Nationalpark Eifel besonders auf seit längerem nicht mehr gemähten oder beweideten Flächen des ehemaligen Truppenübungsplatzes Vogelsang ausgedehnte Gebüsche. Er wächst zudem auf ehemaligen Wegetrassen, Schneisen oder durch Entnahme von Bäumen, Wind oder Schneebruch entstandenen Waldlichtungen. Die Ginstergebüsche ersetzen dort die zunächst aufkommenden hochwüchsigen Staudenpflanzen wie den Roten Fingerhut. Der Besenginster stellt damit ein oft über mehrere Jahrzehnte andauerndes Entwicklungsstadium auf dem Weg zur natürlichen Waldentwicklung dar.

Ginsterflächen zählen aus diesem Grund sowohl zur Prozessschutzzone wie zur Managementzone des Nationalparks. Im Frühsommer leuchten die großen, gelben Blüten dieses Strauches weit sichtbar und verwandeln große Teile der Dreiborner Hochfläche in ein Blütenmeer. Der Ginster wird wegen dieses, das Landschaftsbild prägenden, Aspektes auch als „Eifelgold“ bezeichnet. Neben dem Besenginster sind auch andere Kräuter und Sträucher an der Rückeroberung früherer Wiesen und Weiden oder Lichtungen im Wald beteiligt. Ginstergebüsche sind Lebensraum zahlreicher Insekten und bieten zudem größeren Tieren Rückzugsräume.

 
 

Pflanzen der Ginsterheiden

Ginstergebüsche und andere Flächen, auf denen sich die Vegetation frei entwickeln kann und die bisher nur mit einzelnen Gehölzpflanzen bewachsen sind, verändern sich kontinuierlich.
 

Tiere der Ginsterheiden

Der Neuntöter (Lanius collurio), der in Nordrhein-Westfalen wie auch speziell in der Eifel als gefährdet eingestufter Vogel mit der markanten schwarzen Augenbinde, hält sich von Mai bis September im Nationalparkgebiet auf.
 
 



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