Nationalpark Eifel

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Forschung und Monitoring

Soweit der Schutzzweck es erlaubt, sollen Nationalparke auch der wissenschaftlichen Umweltbeobachtung dienen (§24 Bundesnaturschutzgesetz). Wissenschaftliche Untersuchungen im Nationalpark Eifel bedürfen der Zustimmung der Nationalparkverwaltung und unterliegen besonderen Auflagen. Voraussetzung für eine Genehmigung ist, dass diese Untersuchungen nicht gleichwertig außerhalb des Gebiets durchführbar sind. Außerdem sollten sie mit ihrer Fragestellung den Nationalpark Eifel oder generell den Nationalparkgedanken voranbringen und möglichst direkt für die Verbesserung der Gebietsbetreuung nutzbar sein.

Mit ihren großflächigen, aus jeglicher wirtschaftlicher Nutzung herausgenommenen Prozessschutzbereichen ermöglichen Nationalparke als sogenannte "Referenzgebiete" Vergleiche mit der Entwicklung der weiterhin vom Menschen genutzten Agrar- und Waldlandschaften. Der Nationalpark Eifel ist Teil des bestehenden landes-, bundes- und europaweiten Umweltuntersuchungesnetzwerkes (z. B. Bundes- und Landeswaldinventur, Bodenzustandserhebung (BZE) und Waldzustandserhebung (WZE) inklusive der immissionsökologischen Waldzustandserhebung (IWE). Vor diesem Hintergrund ist auch der 2009 erstmals erschienene Waldbericht des Bundes über die Lage und Entwicklung der Forstwirtschaft in Deutschland interessant, den Sie unten neben der WZE und der IWE herunterladen können.

Um Veränderungen in der Natur feststellen zu können, müssen Untersuchungen langfristig angelegt sein und wiederholt werden (Monitoring). Hierzu werden im Gebiet Daueruntersuchungsflächen angelegt. Notwendig sind auch Untersuchungen zur Erfolgskontrolle, die die Wirksamkeit durchgeführter Schutz-, Entwicklungs- und Pflegemaßnahmen wie zur Waldentwicklung, Bachrenaturierung oder Besucherlenkung genauer beleuchten und damit zu deren Optimierung beitragen.

Eine weitere wichtige Forschungsaufgabe ist die Erfassung der im Nationalpark Eifel lebenden Tiere und Pflanzen sowie ihrer Lebensräume (Biotope). Lesen Sie dazu den derzeitigen Kenntnisstand oder besuchen Sie die digitale Artenliste mit Fotos und Tierstimmen.

 
 
 



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