Nationalpark Eifel

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Erfassung von Zikaden bzw. Wanzen im Hetzinger Wald

Einführung

Ziel des Nationalparks Eifel ist der Schutz der Naturlandschaft sowie – nachgeordnet – artenreicher Kulturlandschaftsbiotope und der für sie charakteristischen Tier-, Pilz- und Pflanzenarten. Hierfür werden naturnahe Bereiche in den Prozessschutz entlassen, stark von früherer menschlicher Nutzung überformte Bereiche renaturiert sowie – in der Managementzone – Offenlandbiotope durch naturschutzorientierte Pflege bzw. Nutzung erhalten und weiterentwickelt. Wichtig für die wissenschaftliche Forschung und die Effizienzkontrolle durchgeführter Maßnahmen ist die Ersterfassung des Artenbestandes (Dokumentation des Ausgangszustandes).

Zikaden und Wanzen sind weit verbreitete, methodisch leicht erfassbare, überwiegend gut bestimmbare und – in Deutschland – überschaubare Tiergruppen. Ihre Zusammensetzung kann zur ökologischen Beurteilung von Biotopen herangezogen werden.

Zu beiden Artengruppen liegen bisher nur Erfassungsdaten aus den mittleren und südlichen Nationalparkteilgebieten vor. Der Hetzinger Wald weist aufgrund seiner Lage und Topografie teilweise andere Lebensbedingungen als das Restgebiet auf, weshalb u.a. auch andere Arten zu erwarten sind.

Inhalte und Ziele

Durch geeignete Untersuchungsmethoden wird das Arteninventar von Wanzen bzw. Zikaden ausgewählter Wald-, Gewässer- und Offenlandbereiche im Teilgebiet Hetzinger Wald des Nationalparks Eifel erfasst. Die erfassten Daten werden mit denen aus anderen Teilgebieten des Nationalparks Eifel sowie der Gesamteifel verglichen und interpretiert. Mit Hilfe von indikatorisch relevanten Arten werden die von ihnen bewohnten Lebensräume ökologisch charakterisiert. Aus den Ergebnissen können Empfehlungen für die weitere Behandlung insbesondere von Offenland- und naturfernen Waldbeständen entwickelt werden.

Unterstützung durch die Nationalparkverwaltung

  • Administrative Voraussetzungen (Genehmigungen Naturschutzbehörde, Eigentümer)
  • Einweisung ins Gebiet
  • Digitale Geodaten (TK, DGK, DGKL, Biotoptypenkarte Umgebung) sowie botanische und faunistische Daten
  • Kontakte zu örtlichen Experten

Eine finanzielle Unterstützung für Reise- und Unterbringungskosten ist nicht möglich.

Spezielle Literatur:

  • Hoffmann, H. J. (2001): Wanzen (Hemiptera, Heteroptera) der Eifel – eine Zusammenstellung. – Heteropteron 12: 23-35. Köln.
  • Hoffmann, H.-J. (2012): Zur Wanzenfauna des Nationalparks Eifel (Insecta, Heteroptera). – Heteropteron 36: 19-27. Köln.
  • Nickel, H., Holzinger, W. E., Wachmann, E. (2002): Mitteleuropäische Lebensräume und ihre Zikadenfauna (Hemiptera: Auchenorrhyncha). – Denisia NF 176: 279-328.
  • Nickel, H., Remane, R. (2002): Artenliste der Zikaden Deutschlands, mit Angaben zu Nährpflanzen, Nahrungsbreite, Lebenszyklen, Areal und Gefährdung (Hemiptera, Fulgoromorpha et Cicadomorpha). – Beiträge zur Zikadenkunde 5: 27-64. Halle/Saale.
  • Nickel, H. (2012): Erfassung von Zikaden in Wald-, Offenland- und Felsbiotopen des Nationalparks Eifel: Naturschutzfachliche Bewertung mit Vorschlägen für Pflegemaßnahmen in der Managementzone gelegener Offenlandflächen (Untersuchungszeitraum 2011 und 2012). – Unveröff. Gutachten im Auftrag der Nationalparkverwaltung Eifel. 92 S. Göttingen/Schleiden-Gemünd.

Für weitere Informationen Kontakt bei der Nationalparkverwaltung

Dr. Andreas Pardey, Tel. 02444-9510-14, andreas.pardey@wald-und-holz.nrw.de

 
 
 



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