Nationalpark Eifel

Zurück zur Textnavigation

 

Erhebungen zur Biodiversität Höherer Pflanzenarten auf Grünland-Vertragsflächen im Norden und Süden des Nationalparks Eifel

Einführung

Vorrangiges Ziel des Nationalparks Eifel ist der Schutz der Naturlandschaft sowie der für sie charakteristischen Tier-, Pilz- und Pflanzenarten. Darüber hinaus werden in der Managementzone des Nationalparks auf ca. 700 ha auch artenreiche Wiesen und Weiden als Kulturlandschaftsbiotope durch naturschutzausgerichtete landwirtschaftliche Nutzung erhalten und weiter entwickelt. Wichtig für die wissenschaftliche Forschung und die Effizienzkontrolle durchgeführter Maßnahmen ist die Ersterfassung des Artenbestandes zur Dokumentation des Ausgangszustandes. Zum Artenbestand der Flora des Grünlandes liegen bereits umfangreiche Daten vor. Im Hinblick auf die weitere Entwicklung des Grünlandes werden aber weitergehende Informationen über die Biodiversität der Vegetation benötigt. Hierzu wurden 2014 erste Untersuchungen in Grünlandvertragsflächen auf der Dreiborner Hochfläche im Rahmen einer Bachelorarbeit durchgeführt. Vergleichbare Daten zu den z. T. besonders artenreichen Vertragsgrünlandflächen im Norden (Hetzinger Wald) und Süden (Dedenborn, Wahlerscheid) des Nationalparks Eifel liegen bisher nicht vor.

Inhalte und Ziele

Quantitative Erfassung der Pflanzenartenzusammensetzung der Höheren Pflanzen auf 2 bis 3 Dauerquadraten (3 x 3 m) pro Vertragsfläche auf allen Wiesen und Weiden des Schlehbachtals (Hetzinger Wald), Püngel- und Wüstebachtales (Dedenborn, Wahlerscheid), Fuhrtsbachtales und Nebentälern (Wahlerscheid) sowie ausgewählten Vertragsflächen der Dreiborner Hochfläche (Schafweiden) analog der 2014 auf der Dreiborner Hochfläche verwendeten Methodik. Die Dauerquadrate sind für Folgeuntersuchungen punktgenau einzumessen.

Die erfassten Daten werden im Hinblick auf die pflanzensoziologische Einstufung der Vegetation, die aktuellen vertraglichen Vorgaben für die Nutzung durch die Landwirte und Schäfer, die Ertragsfähigkeit der Standorte sowie im Vergleich mit vorliegenden Daten aus dem Nationalparkgebiet sowie der übrigen Eifel interpretiert und Vorschläge für zukünftige Nutzungsauflagen entwickelt. Die Ergebnisse dienen ferner als Null-Aufnahmen für ein langfristiges Monitoring der Grünlandentwicklung.

Facharbeitstyp:

Bachelorarbeit, Masterarbeit, auch als Projektarbeit mehrerer Bearbeiter/innen

Unterstützung Nationalparkverwaltung: 

  • Administrative Voraussetzungen (Genehmigungen Naturschutzbehörde, Eigentümer)
  • Einweisung ins Gebiet
  • Digitale Geodaten (TK, DGK, DGKL, Biotoptypenkarte, digitale Bodenkarte) sowie botanische und faunistische Daten
  • Kontakte zu Experten

Eine finanzielle Unterstützung für Reise- und Unterbringungskosten ist nicht möglich.

Spezielle Literatur:

  • Boeckmann, T., Pfriender, A. (1995): Floristisch-vegetationskundliche Untersuchungen und ökologische Bewertung des Wüste- und Püngelbachtales/Rureifel mit Vorschlägen zur Pflege und Entwicklung. – Unveröff. Diplomarbeit Univ. Bonn. 151 S. Bonn.
  • Dederichs, R. (in Bearbeitung): Zur pflanzlichen Biodiversität ausgewählter Grünland-Vertragsflächen auf der Dreiborner Hochfläche im Nationalpark Eifel (Arbeitstitel). – Bachelorarbeit Universität Trier.
  • Neitzke, A. (2005/2007): Erläuterungsbericht zur Grünlandkartierung des Nationalparks Eifel 2004. – Unveröff. Gutachten im Auftrag der Nationalparkverwaltung Eifel (Entwurf). Recklinghausen/Schleiden-Gemünd.
  • Neitzke, A. (2006): Grünland-Ertragskarte, abgeleitet aus der flächendeckenden Grünlandkartierung 2004. – Unveröff. Gutachten im Auftrag der Nationalparkverwaltung Eifel. Recklinghausen/Schleiden-Gemünd.
  • Schumacher, W. (1995): Offenhaltung der Kulturlandschaft? – Naturschutzziele, Strategien, Perspektiven. – LÖBF-Mitteilungen 20 (4), 52-61. Recklinghausen.
  • Schumacher, W. (2007): Bilanz – 20 Jahre Vertragsnaturschutz. Vom Pilotprojekt zum Kulturlandschaftsprogramm NRW. – Naturschutzmitteilungen NRW 1: 21-28. Recklinghausen.
  • Schumacher, W. (2008): Integrative Naturschutzkonzepte für Mittelgebirgsregionen in Deutschland. – In: Bundesamt für Naturschutz (Hrsg.): Naturschutz im Kontext einer nachhaltigen Entwicklung – Ansätze, Konzepte, Strategien. – Schriftenr. Naturschutz und Biologische Vielfalt 67: 155-175. Bonn.
  • Schumacher, W. (2012): Entwicklung, Erfolge und Perspektiven des Vertragsnaturschutzes in Nordrhein-Westfalen. – NUA-Seminarbericht 10: 61-72. Recklinghausen.
  • Vanberg, C., Krause, S., Regh, M. - L., Hußmann, B. (1994): Flora und Vegetation im Einzugsbereich der Erkensruhr (Rureifel). – Decheniana 147: 80-95. Bonn.
  • Weis, J. (2001): Naturschutzfachliche Erfolgskontrolle des Vertragsnaturschutzes am Beispiel der nördlichen Eifel. – Dissertation Universität Bonn. 270 S. Bonn.

Für weitere Informationen Kontakt bei der Nationalparkverwaltung

Dr. Andreas Pardey, Tel. 02444-9510-14, andreas.pardey@wald-und-holz.nrw.de

 
 
 



nach oben

Zurück zur Textnavigation

Zur grafischen Startseite