Nationalpark Eifel

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Erfassung der FFH-Anhang IV-Art Haselmaus (Muscardinus avellanarius (Linnaeus, 1758)) sowie anderer Schlafmausarten im Nationalpark Eifel

Einführung

Vorrangiges Ziel des Nationalparks Eifel ist der Schutz der Naturlandschaft sowie – nachgeordnet – artenreicher Kulturlandschaftsbiotope und der für sie charakteristischen Tier-, Pilz- und Pflanzenarten. Wichtig für die wissenschaftliche Forschung und die Effizienzkontrolle durchgeführter Maßnahmen ist die Ersterfassung des Artenbestandes (Dokumentation des Ausgangszustandes). Darüber hinaus unterliegen ausgewählte Tier- und Pflanzenarten einem besonderen Schutz über die FFH-Richtlinie der Europäischen Union. Hierzu zählt auch die Haselmaus als Art des Anhangs IV der FFH-Richtlinie. Zum Vorkommen der Haselmaus im Nationalpark Eifel (wie auch im gesamten Eifelgebiet) liegen bisher nur unzureichende Zufallsbeobachtungen aus verschiedenen Teilgebieten (z. B. aus Fledermauskästen), aber keine genaueren Daten vor. Sie gilt als Bewohner strukturreicher Laub- und Laubmischwälder. Auch zu den anderen Arten der Schlafmäuse wie dem Gartenschläfer und dem Siebenschläfer liegen keine genauen Daten vor.

Inhalte und Ziele

Durch unterschiedliche Methoden (Haselmauskästen sowie Schläferkästen, natürliche Haselmausnester, Aufsammlung von Nüssen) werden in ausgewählten gehölzdominierten Biotopen die Vertreter der Schlafmausarten quantitativ erfasst. Die erfassten Daten werden im Hinblick auf die Lebensraumeignung im Nationalpark Eifel sowie die weitere Entwicklung der Wälder unter Prozessschutzbedingungen interpretiert. Die Ergebnisse dienen ferner als Null-Aufnahmen für ein langfristiges Monitoring der Waldentwicklung.

Unterstützung durch die Nationalparkverwaltung

  • Administrative Voraussetzungen (Genehmigungen Naturschutzbehörde, Eigentümer)
  • Einweisung ins Gebiet
  • Digitale Geodaten (TK, DGK, DGKL, Biotoptypenkarte Umgebung) sowie botanische und faunistische Daten
  • Kontakte zu örtlichen Experten

Eine finanzielle Unterstützung für Reise- und Unterbringungskosten ist nicht möglich.

Spezielle Literatur:

  • Büchner, S., Lang, J., Jokisch, S. (2010): Monitoring der Haselmaus Muscardinus avellanarius in Hessen im Rahmen der Berichtspflicht zur FFH-Richtlinie. – Natur und Landschaft 85 (8): 334-339.
  • Körber, H., Körber, H., Thies, M. (2005): Ersterfassung der Fledermäuse auf ausgewählten Teilflächen des Nationalparks Eifel 2003 – 2005. – Unveröff. Gutachten im Auftrag der Nationalparkverwaltung Eifel. 132 S. Euskirchen/Schleiden-Gemünd.
  • Körber, H., unter Mitarbeit von H. Körber & M. Thies (2005): Erfassung von Fledermäusen auf dem Truppenübungsplatz Vogelsang. Endbericht 2005 – Unveröff. Gutachten im Auftrag der Landesanstalt für Ökologie, Bodenordnung und Forsten. 72 S. Euskirchen/Recklinghausen.
  • Schmidt, J. (in Bearbeitung): „Kleinsäugermonitoring im Nationalpark Eifel“ (Arbeitstitel). – Masterarbeit Univ. Bonn.
  • Storch, G. (1978):Muscardinus avellanarius (Linnaeus, 1758) – Haselmaus. – In: Niethammer, J., Krapp,F. (Hrsg.): Handbuch der Säugetiere Europas Band 1/ I Nagetiere I. – Wiesbaden (Akademische Verlagsgesellschaft): 259-280.
  • Wuttke, N., Büchner, S., Roth, M., Böhme, W. (2012):Habitat factors influencing the distribution of the hazel dormouse (Muscardinus avellanarius) in the Ore Mountains, Saxony, Germany. - Peckiana 8: 21–30.

sowie z. B. im Internet:

Für weitere Informationen Kontakt bei der Nationalparkverwaltung

Dr. Andreas Pardey, Tel. 02444-9510-14, andreas.pardey@wald-und-holz.nrw.de

 
 
 



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