Nationalpark Eifel

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Beiträge zur Kulturgeschichte der Dreiborner Hochfläche

Wichtig für das Verständnis der sich durch Verzicht auf menschliche Einflussnahme (wieder) entwickelnden naturnahen Lebensräume ist die Kenntnis über Art und Grad der anthropogenen Veränderungen. Einen ersten Einblick in die Landschaftsentwicklung gibt die Auswertung von Luftbildern aus der Zeit seit dem Zweiten Weltkrieg durch eine Magisterarbeit. Die Zeitzeugen der Nutzungsperiode vor der Gründung des Truppenübungsplatzes leben z. T. noch, sind aber inzwischen hochbetagt. Eine systematische Sammlung und Auswertung von Quellen und Archiven fehlt.

Inhalte und Ziele

Durch geeignete Untersuchungsmethoden (Auswertung historischer und privater Archive, Kartenwerke, Zeitzeugenbefragung) wird die Entwicklung der Kulturlandschaft auf der Dreiborner Hochfläche bzw. von Teilbereichen des Gebietes möglichst flächenscharf rekonstruiert. Die erfassten Daten werden kartographisch aufgearbeitet und in räumlich-zeitliche Beziehung zur Kulturlandschaftsentwicklung der Eifel gesetzt und interpretiert. Die Ergebnisse dienen als Grundlage für die Interpretation der Vegetationsentwicklung auf der Dreiborner Hochfläche sowie der Weiterentwicklung des Offenlandpflegekonzeptes für die Managementzone des Nationalparks Eifel.

Facharbeitstyp:

Masterarbeit, auch als Projektarbeit mehrerer Bearbeiter/innen; GIS-Kenntnisse (ArcGIS) sind erforderlich

Unterstützung durch die Nationalparkverwaltung

  • Administrative Voraussetzungen (Genehmigungen Naturschutzbehörde, Eigentümer)
  • Einweisung ins Gebiet
  • Digitale Geodaten (TK, DGK, DGKL, Biotoptypenkarte Umgebung) sowie botanische und faunistische Daten
  • Kontakte zu Experten und Zeitzeugen

Eine finanzielle Unterstützung für Reise- und Unterbringungskosten ist nicht möglich.

Spezielle Literatur:

  • Burggraaff, P., Kleefeld, K. - D. (2013): Vom bäuerlichen Kleinbetrieb zum landwirtschaftlichen Großbetrieb. Die Entwicklung der Landwirtschaft nach 1945. – In: Die Eifel – Beiträge zu einer Landeskunde. Festschrift 125 Jahre Eifelverein (1888 - 2013) Band 2: 247-264. Düren.
  • Eifelverein (Hrsg.) (1989): Die Eifel 1888 1988. Zum 100jährigen Jubiläum des Eifelvereins. – 2. Aufl. – 768 S. Düren.
  • Haffke, J., Knöchel, F. - J. (2013): Die Eifel als Tourismusgebiet. – In: Die Eifel – Beiträge zu einer Landeskunde. Festschrift 125 Jahre Eifelverein (1888 - 2013) Band 2: 227-246. Düren.
  • LWL & LVR (Hrsg.) (2007): Kulturlandschaftlicher Fachbeitrag zur Landesplanung in Nordrhein-Westfalen. – Gutachten im Auftrag des MWME NRW. 488 S. Münster/Köln.
  • Menden, N. (1998): Waldzerstörung und Waldentwicklung in den Forstämtern der Nordeifel – eine forstgeschichtliche und waldbauliche Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung des Westwallbaus und des 2. Weltkriegs. – Diplomarbeit Univ. Göttingen. 107 S. Göttingen.
  • Renn, H. (2006): Die Eifel. Wanderung durch 2000 Jahre Geschichte, Wirtschaft und Kultur. 4. unveränderte Aufl. – 416 S. Düren.
  • Tischler, B. (2006): GIS-gestützte Analyse einzelner Aspekte der Landschafts- und landschaftsökologischen Entwicklung auf dem Truppenübungsplatz Vogelsang des Nationalparks Eifel. - Magisterarbeit RWTH Aachen. 118 S. Aachen.

Für weitere Informationen Kontakt bei der Nationalparkverwaltung

Dr. Andreas Pardey, Tel. 02444-9510-14, andreas.pardey@wald-und-holz.nrw.de

 
 
 



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