Nationalpark Eifel

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Biologische Stationen

Die drei Biologischen Stationen StädteRegion Aachen e.V., Kreis Düren e.V. und Kreis Euskirchen e.V. kartieren für den Nationalpark Eifel 6.000 Hektar seiner Flächen und prüfen sie auf ihre biologische Vielfalt. Die Nationalparkverwaltung steht daher in ständigem Kontakt mit den Fachleuten der drei Stationen.

Die Biologischen Stationen bieten außerdem interessante Führungen im Nationalpark an, die im Veranstaltungskalender und auf den Internetseiten der Biostationen ankündigt werden. Außerdem betreut die Biologische Station Kreis Düren beispielsweise die Ausstellung "Rur und Fels" in Nideggen-Brück.

Des Weiteren bestehen Kooperationen zur Durchführung von LIFE-Projekten: aktuell das LIFE+-Projekt "Optimierung von FFH-Lebensräumen im Nationalpark Eifel", sowie von Oktober 2003 bis August 2009 das LIFE-Natur-Projekt "Lebendige Bäche in der Eifel".

Das LIFE+-Projekt "Optimierung von FFH-Lebensräumen im Nationalpark Eifel", Kurztitel "Wald-Wasser-Wildnis" ist eines der drei im letzten Jahr von der EU-Kommission zur Förderung ausgewählten Naturschutz-Projekte in Nordrhein-Westfalen. Drei FFH-Gebiete des Nationalparks sollen im Zuge des Projektes durch Renaturierungen in einen möglichst naturnahen Zustand versetzt werden: Der Kermeter und die Bachtäler auf dem Gebiet des ehemaligen Truppenübungsplatzes Vogelsang sowie im Gebiet Dedenborn, Talaue des Püngel-Wüstebaches und Erkensruhroberlauf. Alle Projektgebiete sind Teil von Natura 2000, ein länderübergreifendes Netz von Naturschutzgebieten in der Europäischen Union. Dieses Schutzgebietsnetz soll seltenen Tier- und Pflanzenarten ausreichend Lebensraum bieten, ihr Überleben sicherstellen und natürliche Lebensräume für nachfolgende Generationen erhalten. Die Projekt-Gebiete liegen nahezu vollständig im Nationalpark Eifel. So sind die Gebiete langfristig vor negativen Einflüssen geschützt und die im LIFE+-Projekt umgesetzten Maßnahmen kommen auf lange Sicht dem Artenschutz zugute.

Mit ihrem LIFE-Gemeinschaftsprojekt "Lebendige Bäche in der Eifel" setzen sich die Biologischen Stationen StädteRegion Aachen und Kreis Euskirchen für lebendige Bäche in der Eifel ein. Das bedeutet, dass sie Bäche und ihr Umfeld renaturieren und biologisch aufwerten. Ein besonderer Schwerpunkt des Projekts liegt dabei auf der Flussperlmuschel. Die Fachleute wollen ihre Biologie beleuchten, da sie in Nordrhein-Westfalen nur noch in Gewässern der Nordeifel vorkommt.

Das Projektgebiet erstreckt sich auf die Täler südlich der Bundesstraße 258 im deutsch-belgischen Grenzraum. Es geht also weit über den Nationalpark hinaus. Die zuständigen LIFE-Projektbeteiligten stellen der Nationalparkverwaltung allerdings fachliche Informationen und Gutachten zur Verfügung, die den Projektteilraum des Nationalparks betreffen. Die Europäische Gemeinschaft und das Land Nordrhein-Westfalen fördern das Projekt.

 
 



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