Nationalpark Eifel

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Ginster

Wenn Sie im Frühsommer im Nationalpark - vor allem im Bereich der Dreiborner Hochfläche - wandern, sehen Sie ein gold-gelbes Blütenmeer.

Sie haben das "Eifelgold" entdeckt!
So wird der Besenginster hier genannt.
Der Besenginster ist ein kleiner Strauch. Seine Zweige sind kantig und hart, daher hat man sie früher als Besen verwendet.

Der Besenginster ist eine wertvolle Pflanze, denn an seinen Wurzeln lebt eine ganz bestimmte Bakterienart, die den Sauerstoff der Luft zur Pflanze und in den Boden bringen.
Weiterhin ist der Ginster eine Heilpflanze. Allerdings muss man aufpassen, denn wie viele Heilpflanzen ist auch der Ginster giftig!

Im Nationalpark ist der Besenginster der Vorläufer von Bäumen. Er wird daher auch geschützt. Pflanzen und Tiere, die sich zwischen dem Ginster wohlfühlen

Zwischen den Ginsterbüschen wachsen häufig Brombeeren und andere Büsche, die Dornen besitzen: die Schlehe, die Rose oder der Weißdorn.
Solche Büsche werden nicht von Tieren gefressen. So können auch junge Bäumchen dazwischen geschützt wachsen.

Eine Besonderheit ist eine Pflanze, die sich praktisch vom Ginster ernährt. Solche Pflanzen nennt man allgemein Parasiten. Die Ginster-Sommerwurz kann nicht selbst Nährstoffe aus dem Boden und aus der Luft ziehen. Sie bohrt die Wurzeln des Besenginsters an und "stiehlt" ihm die Nährstoffe.

Tiere der Ginstergebüsche
Viele Vögel, vor allem Insektenfresser, bewohnen die Ginstergebiete.
Auch der Neuntöter ist trotz seines kriegerischen Namens "nur" ein Vogel. Er lebt gerne in der Nähe von Ginster und Dornenbüschen. Das Besondere an ihm ist, dass er seine erbeuteten Tiere (Heuschrecken, kleine Säugetiere usw.) als Vorrat auf die Dornen aufspießt. Den Neuntöter gibt es in Deutschland nicht mehr sehr oft. Er ist geschützt.

Ein Schmetterling, nämlich der Brombeerzipfelfalter, ernährt sich hauptsächlich von den Blüten des Ginsters, der Himbeere und der Brombeere. Seine Eier legt er in die Knospen dieser Büsche ab.

Größere Tiere nutzen die Ginsterbüsche als Versteck.
Es kann passieren, dass man über die Dreiborner Hochfläche wandert und im Ginstergebüsch neben dem Weg hat sich ein Reh, ein Fuchs oder eine Wildkatze versteckt, ohne dass man es merkt.

 
 



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