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Geologie und Geografie des Nationalparks Eifel

Felsplatten mit spärlichem Bewuchs wie hier finden Sie insbesondere entlang des Urftsees. Foto: A. Pardey

Das Nationalparkgebiet ist ca. 11.000 ha groß und liegt im Mittelgebirge der Eifel. Es umfasst Höhen von 200 m in den Tälern und erreicht 600 m in den Hochlagen. Der Nationalpark Eifel erstreckt sich über die Naturräume der Rureifel und der westlichen Hocheifel. Geprägt ist die Landschaft von der Rur und ihren Nebenbächen. Die Rur entspringt im belgischen Hohen Venn, fließt von dort zunächst nach Osten ab, wendet sich dann nach Norden und mündet bei Roermond in die Maas. Daneben prägen auch die zahlreichen Nebenbäche wie die Urft die Landschaft des Nationalparks.

Das Gebiet des Nationalparks Eifel ist geologisch sehr interessant. Es besteht größtenteils aus mächtigen Abfolgen von Tonschiefern und Sandsteinen des Erdaltertums. In der Devon-Zeit (vor 384 bis 400 Millionen Jahren) erstreckte sich hier ein Flachmeer, nördlich davon lag der sogenannte "Old Red"-Kontinent. Von diesem wurden große Mengen an Ton und Schiefer abgetragen und als Sedimente im Meer abgelagert. Während der Zeit des Oberkarbons - vor etwa 300 Millionen Jahren - wurden diese Sedimentschichten zum so genannten "variscischen Gebirge" aufgefaltet und hochgeschoben. Dieses zieht sich heute als Restbestand erodierter Mittelgebirgszüge von Frankreich über Belgien bis in den Osten Deutschlands. Durch den hohen Druck während der Variscischen Auffaltung entstand aus Tonstein der in der Eifel so häufig vorkommende Schiefer.

Im Erdmittelalter lagerten sich Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper auf dem gefalteten Grundgebirge ab. Diese Schichten wurden bis auf wenige Stellen durch die Einwirkung von Wind und Wasser wieder erodiert. Eine dieser Stellen ist das "Mechernicher Triasdreieck", im Nordosten des Nationalparks, das durch Absenkung vor Erosion bewahrt blieb. Dies erklärt warum der Bundsandstein heute nur am östlichen Rand des Nationalparks beispielsweise am Heidkopf, am Rossberg und am Altenberg bei Mariawald vorkommt.

 
 



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