Zur Textnavigation
Inhalt anzeigen

Sie sind hier: Deutsch - Über uns - Rechtlicher Rahmen
Gebärdensprache Deutsch English Nederland Francais
 
 

Rechtlicher Rahmen

Etliche Gesetze, Verordnungen und Richtlinien sind für den Nationalpark Eifel maßgebend.

Hier erfahren Sie mehr über Vorgaben

 

Internationale Standards und Aufgaben

Der Nationalpark Eifel soll die Qualitätskriterien der Internationalen Union zum Schutz der Natur (International Union for Conservation of Nature and Natural Ressources, IUCN) für Nationalparke erfüllen. Danach sollen Nationalparke natürliche Ökosysteme im Interesse der heutigen und kommenden Generationen schützen. Nutzungen oder Inanspruchnahmen, die diesem Ziel entgegenstehen, sind ausgeschlossen.

Um diese Ziele zu erreichen, sind mindestens 75 Prozent der Nationalparkfläche ohne menschliche Nutzungen oder pflegende Eingriffe der ungestörten natürlichen Entwicklung zu überlassen (Prozessschutz). Wenn Gebiete diesem Kriterium noch nicht entsprechen, heißen sie Entwicklungs-Nationalparke. Dies ist beim Nationalpark Eifel der Fall. Die Nationalparkverwaltung Eifel muss also dafür sorgen, dass Dreiviertel der Fläche innerhalb von 30 Jahren in den Prozessschutz überführt sind. Bis dahin fällt sie zum Beispiel noch bestimmte Nadelbäume oder pflanzt junge Buchen, um die poteziell natürliche Vegetation zu unterstützen.

Neben dem Naturschutz dienen Nationalparke als Referenzflächen der wissenschaftlichen Forschung. Außerdem haben sie die Aufgabe, Natur mit ihren typischen Entwicklungsprozessen in natur- wie kulturverträglicher Form der Bevölkerung nahe zu bringen. Als Besuchermagnete fördern sie damit gleichzeitig die regionale Wirtschaft.

 

Europäischer Schutz für bestimmte Tiere, Pflanzen und Lebensräume

Die Europäische Union (EU) hat durch die so genannte Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) verschiedene besonders bedrohte Lebensraumtypen und Tier- und Pflanzenarten benannt. Diese müssen alle Mitgliedsländer der EU ausreichend schützen. Zum Beispiel können sie spezielle Schutzgebiete ausweisen. Der Nationalpark Eifel umfasst sechs nordrhein-westfälische FFH-Gebiete. Drei davon liegen vollständig und die anderen drei nur teilweise im Nationalpark. Insgesamt stehen 42 Prozent des Nationalparks unter dem Schutz der FFH-Richtlinie.

 

Bundesnaturschutzgesetz und Landschaftsschutzgesetz NRW

Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) sowie Landschaftsgesetz NRW (LG) greifen auf die internationalen Vorgaben zurück. Danach dient ein Nationalpark vornehmlich der Erhaltung der einheimischen Tier- und Pflanzenwelt. Ein Nationalpark soll überwiegend als naturschutzwürdig eingestufte Gebiete großräumig schützen. Maßgeblich ist, ob diese Gebiete von besonderer Eigenart und in einem vom Menschen nicht oder wenig beeinflussten Zustand sind oder dahin entwickelt werden können.

Nach deutschem Recht hat die Schutzgebietskategorie Nationalpark vor allem die Zielsetzung, „im überwiegenden Teil des Gebietes den möglichst ungestörten Ablauf der Naturvorgänge in ihrer natürlichen Dynamik zu gewährleisten“ (§ 24 Abs. 2 BNatSchG). Nationalparke sollen aber auch dem Naturerleben der Menschen, der Umweltbildung sowie der wissenschaftlichen Forschung und Umweltbeobachtung dienen, sofern der vorgenannte Schutzzweck nicht beeinträchtigt wird.

 

Die Nationalparkverordnung (NP-VO)

In der Nationalparkverordnung (NP-VO) sind die Rahmenziele, Instrumente und Organe des Nationalparks festgelegt. Natürlich richtet sie sich dabei nach den internationalen wie nationalen Vorgaben. Somit ist die Nationalparkverordnung das geltende „Gesetz des Nationalparks“. Zum einen definiert sie die geschützte Fläche und weist die Fläche aus, auf der sie gilt. Auf der anderen Seite wird nach ihr die Nationalparkfläche in Prozessschutzzonen sowie Pflegezonen eingeteilt.

Die Nationalparkverwaltung hat laut der Nationalparkverordnung die folgenden Aufgaben:

  1. die Erarbeitung, Aufstellung und Fortschreibung des Nationalparkplans (§4) einschließlich des Wegeplans (§5) und des jährlichen Maßnahmenplans (§8)
  2. den Betrieb und die Unterhaltung des Nationalparks
  3. die Durchführung und Betreuung aller Maßnahmen des Naturschutzes insbesondere des gesamten Pflanzen- und Tierwelt
  4. die wissenschaftliche Beobachtung, Anregung, Vergabe und Koordinierung von wissenschaftlichen Untersuchungen und Forschungsvorhaben (§11)
  5. die Wahrnehmung der Bildungsaufgaben des Nationalparks einschließlich der Öffentlichkeitsarbeit (§12)
  6. die Regelung des Besucher- und Erholungsverkehrs
  7. die Durchführung von Maßnahmen, die von Dritten finanziert werden und dem Nationalparkplan entsprechen
 

Verordnung zur Regelung der Ausübung der Jagd

Finden Sie anhängend einen Auszug aus dem "Amtsblatt für den Regierungsbezirk Köln", Nummer 32 vom 13. August 2007. Bei dem Dokument handelt es sich um die "Ordnungsbehördliche Verordnung zur Regelung der Ausübung der Jagd im Nationalpark Eifel im Regierungsbezirk Köln vom 12. August 2007". Ebenso können Sie hier den "Plan zur Jagdausübung im Nationalpark Eifel für das Jahr 2013" herunterladen.

 

 

Verordnung zur Verhütung von Kampfmittelunfällen

Auf der Dreiborner Hochfläche gilt: Wegen möglicher zurückgelassener Kampfmittel besteht Lebensgefahr abseits der Wege.

Auf der Dreiborner Hochfläche als ehemaliger Truppenübungsplatz ist zusätzliche Vorsicht geboten. Wegen möglicher zurückgelassener Kampfmittel besteht Lebensgefahr abseits der markierten Wanderwege auf dem gesamten Gelände des ehemaligen militärischen Sperrgebiets. Was das bedeutet, erklären die "Kampfmittelunfallverhütungsverordnung" und weitere Dokumente, die Sie hier herunterladen können.

Bleiben Sie deshalb bitte zu Ihrer eigenen Sicherheit stets auf den freigegebenen Wanderwegen. Das Nationalparkforstamt hat diese Wege für Sie mit kniehohen Holzpfählen markiert.

 
 



nach oben