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13.06.2019

Katholische Grundschule Schleiden freut sich über Buchenblatt-Liege

Nationalparkverwaltung Eifel führt umfangreiche Evaluierung zu Nationalpark-Schulen durch: 3.000 Schülerinnen und Schüler, 300 Lehrkräfte und über 1.000 Eltern befragt – KGS Schleiden besonders engagiert

Schleiden-Gemünd, den 13.06.2019. Fast 50 Schulen sämtlicher Schulformen in der Region kooperieren mit dem Nationalpark Eifel und lassen sich in einem zweijährigen Prozess als Nationalpark-Schule zertifizieren. Seit 2009 gibt es nun schon diese Form der Kooperation von Schulen mit der Nationalparkverwaltung und dem Förderverein Nationalpark Eifel. Um nach bald 10jähriger Laufzeit des Projekts die Qualität der Zertifizierung zu überprüfen, hat die Nationalparkverwaltung Eifel das Kooperationsprojekt jetzt durch eine Befragung umfangreich evaluiert. Etwa 3.000 Schülerinnen und Schüler, 1.100 Erziehungsberechtige, 240 Lehrkräfte, 35 Ansprechpersonen und 33 Schulleitungen nahmen Ende vergangenen Jahres an einer großen Online-Umfrage teil – inzwischen sind die Daten ausgewertet. Weil sich die Katholische Grundschule (KGS) Schleiden besonders zahlreich beteiligt hat, dürfen sich die Schülerinnen und Schüler der Schule als „Dankeschön“ über eine große Liege in Form eines Buchenblatts freuen.

Insgesamt fünf Online-Fragebögen hatte die Steuerungsgruppe im Projekt der Nationalpark-Schulen, bestehend aus einer Handvoll Lehrerinnen und Lehrern von Nationalpark-Schulen und Vertreterinnen des Fachgebiets Umweltbildung der Nationalparkverwaltung Eifel und des Förderverein Nationalpark Eifel entwickelt – Zielgruppe waren Schülerinnen und Schüler, Erziehungsberechtige, Schulleitungen, Lehrkräfte und Ansprechpersonen der jeweiligen Schulen für das Projekt. „Wir wollten einen Blick darauf werden, welchen Stellenwert der Nationalpark an den Schulen hat und Entwicklungsmöglichkeiten im Projekt aufdecken“, sagt Jutta D’Orsaneo, Ansprechpartnerin für Nationalpark-Schulen in der Nationalparkverwaltung. „Uns hat interessiert, wie der Nationalpark-Gedanke über einzelne Projekte im Unterricht hinaus an den Schulen gelebt wird.“

Das Ergebnis ist erfreulich: Die Auswertung der Befragung zeigt, dass die Schutzziele des Nationalparks in allen befragten Gruppen überwiegend bekannt sind – die Bedeutung und Sinnhaftigkeit der dauerhaften Unterschutzstellung hat hohe Akzeptanz. An Nationalpark-Schulen werden Projekte zum Nationalpark-Gedanken umgesetzt und es gibt Kooperationen mit außerschulischen Lernorten und Institutionen. Eine Herzensangelegenheit des Projekts „Nationalpark-Schule“ ist es, Kindern unmittelbares Naturerleben zu ermöglichen. Die Befragung zeigt, dass die Kinder Natur unmittelbar im Schulgarten, im naturnah gestalteten Schulgelände und auch außerhalb der Bildungseinrichtung besuchen. Die Befragung zeigt auch, dass allen befragten Gruppen nachhaltiges, ressourcenschonendes Handeln und der Schutz von Tieren, Pflanzen und Lebensräumen ein wichtiges Anliegen ist, für das sie auch im Schulumfeld noch mehr aktiv werden möchten.

Deutlich geht aus der Evaluierung hervor, dass die Umsetzung im Unterricht noch hauptsächlich in den Naturwissenschaften oder im Sachunterricht stattfindet. „Hier ergibt sich der Handlungsauftrag, Themen rund um den Nationalpark besser fächerübergreifend umzusetzen“, stellt Maike Schlüter fest, die im Fachgebiet Umweltbildung die Fragebögen ausgewertet hat. Das Fachgebiet Umweltbildung wurde in der Evaluierung von Jasmin Ziemacki aus dem Fachgebiet Kommunikation und Naturerleben unterstützt, die für das sozioökonomische Monitoring des Nationalparks zuständig ist. Während die Schülerinnen und Schüler sich mehr Unterricht draußen oder in Form von Projekten wünschen, wurden bei der Befragung von Seiten der Schulleitungen häufig eine noch stärkere Vernetzung der Nationalpark-Schulen untereinander angesprochen.  

Als Anreiz für eine zahlreiche Beteiligung an der Umfrage hatte die Nationalparkverwaltung verschiedene Preise ausgeschrieben: So darf sich die KGS Schleiden als die Schule mit der größten Beteiligung über eine Buchenblatt-Liege freuen – hergestellt in der Nationalpark-eigenen Schreinerei. Die robuste, hölzerne Liege bereichert nun den Schulhof der Nationalpark-Schule, deren Programm auf zwei Säulen aufbaut: Dem gemeinsamen Lernen und der aktiven Auseinandersetzung mit Nationalpark-Themen. Überreicht wurde die neue Liege von Vertreterinnen der Nationalparkverwaltung und des Fördervereins Nationalpark Eifel im Rahmen einer kleinen Feier mit der Schüler- und Lehrerschaft und wurde von den Kindern direkt auf Herz und Nieren getestet. Die Klasse mit der größten Beteiligung bei Schülerinnen und Schülern sowie Eltern ist die Klasse 2a der KGS Schleiden – sie gewinnt eine Klassenfahrt zur Erlebnisaus-stellung „Wildnis(t)räume“ im Nationalpark-Zentrum. Trostpreise in Form des hölzernen Nationalpark-Schweinchens gingen an die GGS Zweifall, die Ahr-Grundschule Blankenheim und die Astrid-Lindgren-Schule Eschweiler.


Hintergrund
Insgesamt 48 Schulen sämtlicher Schulformen in der Region sind aktuell im Zertifizierungsprozess als Nationalpark-Schule aktiv – sie verbinden sich mit dem besonderen Schutzgebiet und setzen sich in Pro-jekten intensiv mit dem Wildnisgedanken auseinander. So begegnen nicht nur Schülerinnen und Schüler, sondern auch ihre Familien und das Lehrerkollegium immer wieder den Besonderheiten von Nordrhein-Westfalens einzigem Nationalpark. Die Verankerung der Nationalpark-Zertifizierung im Leitbild der Schule sieht vor, dass der Nationalpark-Gedanke vom gesamten Kollegium getragen wird.


Bilder zum Download und zur Veröffentlichung:

Bild 1: Weil sich die KGS Schleiden besonders engagiert bei der Evaluierung zu Nationalpark-Schulen eingebracht hat, bekommt sie als „Dankeschön“ eine hölzerne Liege in Form eines Buchenblatts. Schülerinnen und Schüler freuen sich mit dem Lehrerkollegium über die Bereicherung des Schulhofs. (Foto: Nationalparkverwaltung Eifel/M. Weisgerber)

Bild 2: Unter den Blicken von Sabine Wichmann, Vorsitzende des Fördervereins Nationalpark Eifel (links), Maike Schlüter (2. v. l.) und Jutta D’Orsaneo (3. v. l.) vom Fachgebiet Umweltbildung der Nationalparkverwaltung Eifel macht ein Schüler der KGS Schleiden die neue Liege symbolisch zugänglich. Lehrerin Stefanie Unland (Bildmitte), Ansprechpartnerin der KGS für das Projekt „Nationalpark-Schule“, freut sich mit ihren Schülerinnen und Schülern. (Foto: Nationalparkverwaltung Eifel/M. Weisgerber)

Bild 3: Stellvertretend für die Ahr-Grundschule Blankenheim nahm Viktoria Gottschling (rechts) den Trostpreis in Form eines hölzernen Nationalpark-Schweinchens entgegen. (Foto: Nationalparkverwaltung Eifel/M. Weisgerber)

Martin Weisgerber

Martin Weisgerber

Fachgebiet Kommunikation und Naturerleben
Urftseestraße 34
53937 Schleiden-Gemünd
02444 / 9510-41
02444 / 9510-85

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