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22.05.2026

Frühjahrswanderung 2026: Natur hautnah auf der Dreiborner Hochfläche im Nationalpark Eifel erleben

Schleiden-Dreiborn, den 22. Mai 2026. Premiere in der Eifel: Erstmals haben die Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW (NUA) und die Nationalparkverwaltung Eifel ihre Frühjahrswanderung zusammen ausgerichtet. Gemeinsam mit Umweltminister Oliver Krischer erkundeten rund 50 Teilnehmende die Dreiborner Hochfläche und erhielten Einblicke in aktuelle Themen des Naturschutzes.

Die Veranstaltung begann mit Grußworten von NRW-Umweltminister Oliver Krischer, der Präsidentin des Landesamts Natur, Umwelt und Klima (LANUK) Elke Reichert, NUA Kuratoriumsvorsitzender Nicola Quarz, Nationalparkleiter Michael Lammertz, NUA Leiter Norbert Blumenroth sowie weiteren Vertreterinnen und Vertretern aus der Region. „Der Nationalpark Eifel zeigt eindrucksvoll, wie sich Naturschutz und Naturerleben miteinander verbinden lassen“, sagte Oliver Krischer. „Solche Veranstaltungen machen die Vielfalt unserer Landschaften als Teil des NRW-Naturerbes unmittelbar erfahrbar.“

Anschließend führten die Forschenden Karina Jungmann und Sebastian Flinkerbusch aus der Nationalparkverwaltung Eifel die Wandergruppen über die Dreiborner Hochfläche. An der Leykaul tauschten die Gruppenleitungen, während Bundesförster und Wolfsberater Markus Vollmer Einblicke in die Rückkehr des Wolfes in den Nationalpark gab – ein Programmpunkt, der auf großes Interesse stieß.

„Die Frühjahrswanderung zeigt, wie Umweltbildung dann besonders anschaulich wird, wenn unterschiedliche Institutionen ihre Perspektiven einbringen“, betonte Elke Reichert. „Die Kooperation zwischen NUA und Nationalpark Eifel verbindet unterschiedliche fachliche Perspektiven und macht Natur und Naturschutz im Gelände unmittelbar erlebbar. Dies gelingt in besonderer Weise, da beide Einrichtungen im LANUK vereint sind.“

Nicola Quarz ergänzte: „Vor Ort konnten die Teilnehmenden erleben, welchen wichtigen Beitrag der bislang einzige Nationalpark in NRW zum Erhalt der biologischen Vielfalt leistet."
Die Wanderung endete mit einem gemeinsamen Imbiss am Start- und Endpunkt der Veranstaltung. Dort informierten Nationalparkverwaltung und NUA zusätzlich über ihre Bildungsangebote rund um Naturschutz, Biodiversität, Umweltbildung und nachhaltige Entwicklung.

Die Premiere der gemeinsamen Veranstaltung unterstreicht die Bedeutung von Kooperationen in der Umweltbildung und eröffnet neue Perspektiven auf die heimische Natur Nordrhein-Westfalens.

 

Hintergrund

Nationalpark Eifel
Der Nationalpark Eifel ist das einzige großflächige Schutzgebiet seiner Art in Nordrhein-Westfalen und befindet sich im äußersten Südwesten des Bundeslandes. Er umfasst eine Fläche von rund 11.000 Hektar, auf denen sich die Natur treu dem Nationalpark-Motto „Natur Natur sein lassen“ bereits auf über 50 Prozent der Fläche weitestgehend ohne menschliches Eingreifen frei entwickeln kann. Nachdem der aktuelle Status als „Entwicklungsnationalpark“ ab 2034 abgelegt ist, sollen es sogar mindestens 75 Prozent der Fläche sein, auf denen der Mensch nicht mehr eingreift. Ziel dabei ist immer der Schutz natürlicher Prozesse auf großer Fläche. Der Nationalpark Eifel ist Heimat von mehr als 11.500 erfassten Tier-, Pflanzen-, und Pilzarten - über 2.600 davon stehen auf Roten Listen. Neben dem Prozessschutz dienen der Nationalpark und seine Einrichtungen auch der wissenschaftlichen Forschung, der Umweltbildung und dem Naturerleben. Jährlich erleben mehr als 1,4 Millionen Gäste pro Jahr die Entwicklung des 2004 gegründeten Nationalparks auf eigene Faust oder bei geführten Angeboten. Die Nationalparkverwaltung Eifel ist vor Ort als Teil des Landesamtes für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK) zuständig für Schutz, Pflege und Management des Nationalpark Eifel. Derzeit läuft der Prozess zur Ausweitung des Nationalparks um weitere 750 Hektar.


Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW (NUA)

Die Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW (NUA) ist eine Bildungseinrichtung des Landes Nordrhein-Westfalen zu Themen des Natur-, Umwelt- und Klimaschutzes und einer nachhaltigen Entwicklung und im Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK) verortet. Sie führt Bildungsangebote und Öffentlichkeitsarbeit zum Natur- und Landschaftsschutz sowie Umwelt-, Klima- und Ressourcenschutz durch. Zudem ist die NUA die zentrale Stelle in NRW für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE): Natur- und Umweltschutz, Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit hängen zusammen und müssen zusammen gedacht werden. Sie sind die Anliegen, die die NUA aktiv durch zeitgemäße Bildungsangebote fördert.
Mit Projekten, Kampagnen und praxisnahen Angeboten setzt die NUA Impulse und trägt zur Umsetzung der BNE-Landesstrategie NRW bei.

Die NUA arbeitet in einem bundesweit einzigartigen Kooperationsmodell des Landes Nordrhein-Westfalen. Darin vertreten sind das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr (MUNV), das Ministerium für Schule und Bildung (MSB) sowie die Landesverbände der anerkannten Natur- und Umweltschutzverbände Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz und Umwelt (LNU), Naturschutzbund Deutschland (NABU) und Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW). Damit bildet die NUA eine Schnittstelle zwischen Verwaltung undunterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen.

Zurzeit entwickelt sich die Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW weiter zur BNE-Akademie für Natur- und Umweltschutz NRW. Aktuelle Informationen über den Prozess gibt es auf der Website der NUA

Annette Simantke

Annette Simantke

Fachgebiet Besuchermanagement und Kommunikation
Urftseestraße 34
53937 Schleiden-Gemünd
02444 / 9510-57
02444 / 9510-85

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