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Auf der Suche nach neuen Erkenntnissen

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Die Forschung ist eine wichtige Aufgabe des Nationalparks Eifel. Fachleute erforschen, welche Tiere und Pflanzen im Nationalpark vorkommen und wie sich der Wald, Bäche und andere Ökosysteme entwickeln. Sie wissen Bescheid, wenn die Verwaltung eingreifen oder jegliche Störung verhindern muss. Nur durch die Erkenntnisse und das Wissen der Forscher sind viele Tiere und Pflanzen im Nationalpark sicher. Ziel der Forscher ist es, die Erfahrungen aus dem Nationalpark anderswo einfließen zu lassen, so dass auch außerhalb der Grenzen von Schutzgebieten Natur und Mensch langfristig gut miteinander leben können.

Im Nationalpark Eifel wird zunächst die Natur inventarisiert, also Tiere und Pflanzen erfasst und bestimmt, Gewässer und Böden kartiert, sowie Wetterdaten aufgezeichnet. Auf dieser Grundlage werden Veränderungen periodisch beobachtet. Im wissenschaftlichen Sprachgebrauch nennt sich dieses Vorgehen "Monitoring".

Dabei sind nicht nur Gewinner zu erwarten: Lässt man Natur Natur sein, entwickeln sich Offenlandflächen wie auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Vogelsang (Dreiborner Hochfläche) langfristig zu Wald. Das Ökosystem Offenland nimmt ab und mit ihm die darin vorkommenden Arten. Profitieren werden Waldarten wie zum Beispiel Schwarzstorch und Wildkatze.

Die zu erwartenden Entwicklungen werden es zudem einigen durch den Menschen verdrängten Tieren wie beispielsweise dem Luchs ermöglichen, in ihre ursprünglichen Lebensräume zurückzukehren.

Das Monitoring beschränkt sich aber nicht nur auf Pflanzen und Tiere, Boden, Wasser und Luft. Auch die Wirkung des Nationalparks auf den Menschen und die regionale Wirtschaft ist Gegenstand des sogenannten sozioökonomischen Monitorings.

Schließlich dient das Monitoring auch als Erfolgskontrolle der durch die Nationalparkverwaltung durchgeführten Entwicklungsmaßnahmen. Spezielle Fragestellungen werden im Rahmen von Forschungsprojekten und Studienarbeiten bearbeitet und durch die Nationalparkverwaltung koordiniert.

 

Wenn Sie selbst im Nationalpark eine besondere Naturbeobachtung machen, freuen wir uns über einen Eintrag auf www.naturgucker.de!

Permanente Stichprobeninventur (PSI)

Ende 2017 hat die Nationalparkverwaltung Eifel mit dem Bericht zur permanenten Stichprobeninventur (PSI) eine wichtige wissenschaftliche Auswertung veröffentlicht: An rund 1.500 Stichprobenpunkten im Schutzgebiet wurde die Vegetation und Waldstruktur erfasst. Daraus ergibt sich ein umfassendes Portrait des Nationalparks und der darin vorkommenden Lebensräume.

Es handelt sich um eine Erstaufnahme. Die PSI wird alle zehn Jahre wiederholt und gibt Einblick in die Entwicklung des Nationalparks Eifel. Der vollständige PSI-Bericht und zwei darin genannte Literaturhinweise stehen hier als Download zur Verfügung.