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Wir stellen die Weichen für die Entwicklung von Wildnis

Auf dem langen Weg zurück zur Wildnis findet aktive und passive Entwicklung statt

Im Mai 2006 hat erstmals eine Fachtagung "Nationalpark Eifel: Wald in Entwicklung" stattgefunden. Das Ergebnis der Tagung waren konkrete Empfehlungen zur Waldentwicklung im Nationalpark. Der dazugehörige Bericht soll der Nationalparkverwaltung und beteiligten Akteuren als Entscheidungshilfe dienen und zum Verständnis für die Konzepte der Waldentwicklung beitragen.

Herausgeber des Berichts sind das Forschungsinstitut für Ökosystemanalyse und -bewertung e.V. (gaiac), das Institut für Umweltforschung (Biologie V, RWTH Aachen) und die Nationalparkverwaltung Eifel. Der Bericht kann hier heruntergeladen werden. Die darin enthaltenen Karten sind in einem zweiten Dokument enthalten.

Anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Großschutzgebiets und acht Jahre nach der ersten Fachtagung haben Nationalparkverwaltung und Förderverein Nationalpark Eifel e.V. erneut eine Fachtagung organisiert. Bei der öffentlichen Veranstaltung „Wald in Entwicklung 2.0“ vom Juni 2014 wurde die bisherige Waldentwicklung im Nationalpark mit Experten und der Bevölkerung diskutiert. Im Vorfeld hatten Interessierte die Möglichkeit, ihre Meinung zu zukünftigen Waldentwicklungsmaßnahmen in einem Online-Formular zu äußern. Die Auswertung der Onlinebefragung sowie den Bericht gibt es hier zum Download.

Vollzogene und geplante Waldentwicklungmaßnahmen

Folgende Maßnahmen sind im Zeitraum 2015/2016 im Nationalpark Eifel vollzogen worden:

  • Pflanzung: 83,01 ha
  • Entfernen Naturverjüngung: 710,29 ha
  • Durchforstung: 253,20 ha
  • Ringelung: 138,09 ha
  • Teilentnahme: 3,66 ha
  • Entnahme: 8,85 ha

Die für 2016/2017 geplanten Maßnahmen für den Nationalpark Eifel stehen Ihnen hier in Kartenform als Download zur Verfügung.

Artikel zum Thema Waldentwicklung in "Natur in NRW" 2014

Drei Artikel aus der Zeitschrift "Natur in NRW", Ausgabe "Waldentwicklung und Wildbeobachtung im Nationalpark Eifel" 2014 finden Sie hier zum Download:

  • Adalbert Niemeyer-Lüllwitz (Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV)): "Nationalpark Eifel: Wieviel Wildnis und wie schnell?"
  • Dr. Michael Röös (Nationalparkverwaltung Eifel): "Nationalpark Eifel: Eigendynamische Prozesse in der Waldentwicklung"
  • Dr. Michael Röös/Julian Mauerhof (Nationalparkverwaltung Eifel): "Nationalpark Eifel: Aktive Waldentwicklung bei Fichte und Douglasie"

Informationen zu Talentfichtungen im südlichen Nationalpark

Im Nationalpark-Bezirk Wahlerscheid sind im September 2013 großflächig Fichten entnommen worden. Bei der Fichte handelt es sich um eine in der Eifel nicht heimische Baumart, die insbesondere im Süden des Nationalparks dominiert. Dem Schutz- und Entwicklungsgedanken des Nationalparks Eifel entsprechend, ist das Ziel der Fichten-Entnahme die Entwicklung von Laubwäldern aus heimischen Laubbäumen. Begleitet wird die Waldentwicklungsmaßnahme am Wüstebach im Nationalpark-Bezirk Wahlerscheid durch das Forschungsprojekt TERENO.

Detaillierte Informationen zur flächigen Talentfichtung finden Sie hier. Auch der Bericht "Nationalpark Eifel: Wald in Entwicklung" von 2006 gibt Aufschluss über diese und weitere Waldentwicklungsmaßnahmen im Nationalpark.