02.03.2026
Wildnis schafft Vielfalt im Nationalpark Eifel
Zum Internationalen Tag des Artenschutzes
Schleiden, den 2. März 2026. Zum internationalen Tag des Artenschutzes am 3. März zieht die Nationalparkverwaltung Eifel eine positive Bilanz: Über 11.400 Arten wurden mittlerweile im Schutzgebiet nachgewiesen, darunter mehr als 2.600 Arten der Roten Liste. Auf dem Großteil der Fläche findet die Natur bereits in ihre natürlichen Kreisläufe zurück nach dem für deutsche Nationalparke bekannten Motto „Natur Natur sein lassen“. In den Naturdynamikzonen entsteht die Wildnis von morgen. Daneben sichern gezielte Pflegemaßnahmen in sensiblen Bereichen wertvolle Rückzugsräume für weitere seltene Arten und führen Bereiche, die stark vom Menschen beeinflusst wurden, wieder in naturnahe Lebensräume zurück.
Besonders hervorzuheben sind die Erfolge bei Leittierarten des Nationalparks. Durch die zunehmende Überführung ehemaliger Wirtschaftswälder in naturnahe Lebensräume finden spezialisierte Arten wieder ein Zuhause. So zum Beispiel bei Schwarzstorch und Bechsteinfledermaus: Im vergangenen Jahr konnten Brutpaare des scheuen Schwarzstorchs und die erste Wochenstubenkolonie der Bechsteinfledermaus nachgewiesen werden. Auch für die Wildkatze bleibt der Nationalpark ein zentraler Baustein für die größte zusammenhängende Wildkatzenpopulation Mitteleuropas.
Um die Vielfalt der Arten besser zu verstehen, setzt der Nationalpark verstärkt auf Innovation. Im Rahmen des Projekts „KI-Nationalpark“ unterstützen automatisierte Audiosensoren, Fotofallen und KI-gestützte Auswertungssysteme die Forschenden dabei, Bestände von Wildtieren zu erfassen, ohne die Tiere in ihrem natürlichen Verhalten zu stören.
„Der Tag des Artenschutzes erinnert uns daran, dass wir Teil eines komplexen Netzwerks sind. Im Nationalpark Eifel geben wir der Natur den Raum, sich nach ihren eigenen Gesetzen zu entfalten“, so Dr. Christa Lang, Leiterin des Fachgebietes Forschung und Dokumentation in der Nationalparkverwaltung Eifel.
Mit der geplanten Erweiterung des Nationalparks um rund 750 Hektar Landeswaldflächen wird das Schutzgebiet einen weiteren Meilenstein für den Artenschutz in Nordrhein-Westfalen setzen.
Fotos zum Download
Bild 1: Im Nationalpark wurde eine Wochenstubenkolonie der Bechsteinfledermaus (Myotis bechsteinii) nachgewiesen. (Foto: M. Koch)
Bild 2: Auch besonders störungsempfindliche und seltenen Arten wie der Schwarzstorch finden im Nationalpark Eifel eine Heimat. (Foto: Jan-Roeland Vos)
Bild 3: Projekte wie KI-Nationalpark entwickeln KI-gestützte Monitoringsysteme, die große Mengen an Daten sammeln und auswerten, um fundierte Entscheidungen für den Schutz der Natur zu unterstützen. (Nationalparkverwaltung Eifel/A. Simantke)
Annette Simantke
53937 Schleiden-Gemünd