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10.05.2022

32 Kindertagesstätten als Nationalpark-Kitas Eifel ausgezeichnet

Spielerisch im frühen Alter die Natur kennenlernen - Kooperationsprojekt zwischen Nationalpark Eifel und Kindertagesstätten der Region

Schleiden-Gemünd, den 10.05.2022. Das Umweltministerium und das Familienministerium NRW haben gemeinsam 32 Kindertageseinrichtungen zur Nationalpark-Kita ausgezeichnet. Die Einrichtungen aus der Nationalparkregion hatten während eines zweijährigen Anerkennungszeitraums zahlreiche Projekte mit ihren Kindern zu den Themen Natur, Umwelt und Nationalpark umgesetzt und sich damit als Partner des besonderen Schutzgebiets qualifiziert. Am Dienstag nahmen die Gruppen bei einer offiziellen Auszeichnungsfeier am St. Nikolaus-Stift in Zülpich-Füssenich ihre Urkunden entgegen.

Sylvia Wagner, Vertreterin des NRW-Umweltministeriums würdigte die Arbeit der Kindertageseinrichtungen „Es ist ein toller Erfolg, dass 32 Einrichtungen an der Auszeichnung zu Nationalpark-Kitas teilnahmen. Die Kinder können so von klein auf die heimische Natur kennenlernen und spielerisch die großen und kleinen Geheimnisse der Natur lüften. Das unterstützt die Wertschätzung für eine intakte Umwelt und kann sie ein ganzes Leben prägen“, so Wagner anlässlich der Auszeichnung.

Die Nationalpark-Kitas seien eine wichtige und gute Ergänzung zu den Nationalpark-Schulen Eifel. Es sei wichtig, vielfältige Themen einer nachhaltigen Entwicklung im Laufe der Bildungsbiografie immer wieder aufzugreifen.

„Das Spielen in der Natur gibt Kindern neue Impulse und Ideen“, so Dr. Weckelmann vom NRW-Familienministerium. „Dabei lernen sie auch das Thema Nachhaltigkeit als Grundprinzip globalen Lernens kennen, das viele soziale, ökologische und ethische Fragestellungen berührt. Die Nationalpark-Kitas leben einen achtsamen Umgang mit Natur und Umwelt vor und füllen damit einen wichtigen Bereich der frühkindlichen Bildung mit Leben“.

Beide Landesministerien hatten die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen.

Als Grundlage für die Anerkennung als Nationalpark-Kita dokumentieren die Einrichtungen ihre Projektarbeiten. Diese reichen von der naturnahen Gestaltung des Kindergartengeländes über regelmäßige Ausflüge in die Natur bis hin zu praktischem Naturschutz wie dem Anlegen von Insektenhotels, Wildblumenwiesen, Igelquartieren, Bienentränken und Fledermauskästen. Dass das Projekt Früchte trägt, zeigen auch Kooperationen mit den Biologischen-Stationen, ortsansässigen Imkern und Streuobstwiesenexperten, aber auch mit den örtlichen Wandervereinen, die Familienausflüge mit Kindergartenkindern unternehmen. Auf diese Weise hat das Engagement der Kinder-tageseinrichtungen in vielen Fällen weitere Kreise gezogen und auf die Umgebung ausgestrahlt.

Die Anerkennung als Nationalpark-Kita gilt rückwirkend für zwei Jahre. Während dieses Zeitraums greifen die Einrichtungen das Nationalpark-Motto „Natur Natur sein lassen“ auf und verknüpfen es mit Elementarpädagogik im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Wo Kinder Kinder sein dürfen und ihre Neugierde auf die Welt von pädagogischen Fachkräften gestützt wird, entwickeln sie Kompetenzen, die von grundlegender Bedeutung für die Gesellschaft sind. Denn auch die Auswirkungen der Klimaveränderung und das Artensterben werden schon von den Kleinsten emotional wahrgenommen. Daneben ist das Erleben von intakter Natur und das „draußen zu Hause sein“ die Grundlage für ein wertschätzendes Verhalten und mehr gelebte Nachhaltigkeit.

Das Projekt setzt die Nationalparkverwaltung Eifel in Kooperation mit dem Förderverein Nationalpark Eifel e.V. sowie einer Gemeindereferentin der Pfarre St. Lukas Düren mit Schwerpunkt pädagogische Begleitung der Kindertagesstätten um.

Die Nationalpark-Kitas ergänzen die bereits seit über zehn Jahren erfolgreiche Kooperation zwischen Verwaltung und Förderverein des Nationalparks Eifel mit derzeit über 50 Nationalpark-Schulen Eifel.   


Hintergrund

Mit ihren Projekten erfüllen Nationalpark-Kitas die sechs Auszeichnungskriterien Inhalte, Draußen-Zeit, Öffentlichkeitsarbeit, Kooperation, Partizipation, Kontinuität und Entwicklung. Darüber hinaus wird das Konzept Nationalpark-Kita in das pädagogische Leitbild der Kindertageseinrichtung über-nommen, so dass Natur Teil des Kita-Alltags ist. Je Kita nehmen zwei feste Ansprechpersonen an zwei Fachfortbildungen pro Jahr teil, die von der Nationalparkverwaltung organisiert werden. Im Projektzeitraum 2018-2020 lag der Schwerpunkt auf „Draußenzeit“, für den Zeitraum 2020-2022 auf „Nachhaltigkeit“, für den neuen Zeitraum 2022-24 wird das Hauptaugenmerk auf das facettenreiche Thema „Nationalpark“ gelegt.

Die Verknüpfung von Kindheit und Natur hat auf vielen Ebenen positive Aspekte: Neben dem wachsenden Verständnis für ökologische Zusammenhänge durch das Erleben mit allen Sinnen, Wertschätzung und Achtsamkeit für alles Leben durch die eigenen positiven Erfahrungen und Vertrautheit mit Natur, werden zahlreiche motorische, soziale und kognitive Kompetenzen gefördert. Das regelmäßige Draußensein bei jedem Wetter stärkt die eigene Gesundheit - hüpfen, balancieren und laufen auf unebenem Gelände fördern die motorischen Fähigkeiten ebenso wie das Beschäftigen mit verschiedenen Naturmaterialien oder Kleinstlebewesen. Das gemeinsame draußen erleben und entdecken fördert die sprachlichen und sozialen Kompetenzen unter den Kindern. Zahlreiche Studien belegen, dass Kinder, die sich viel in der freien Natur bewegen, ausgeglichener sind und besser lernen können.

Weitere Informationen: www.nationalpark-eifel.de/kitas

 

Fotos zum Download und zur Veröffentlichung:

Bild 1: Bei einer Feier am St. Nikolaus-Stift in Zülpich-Füssenich erhielten am Dienstag 32 Kindertagesstätten aus der Nationalpark-Region von Sylvia Wagner, Vertreterin des NRW-Umweltministeriums, und Dr. Thomas Weckelmann vom NRW-Familienministerium Ihre Auszeichnung als „Nationalpark-Kita Eifel“.  (Foto: Nationalparkverwaltung Eifel/M. Weisgerber)

Bild 2: „Es ist ein toller Erfolg, dass 32 Einrichtungen an der Auszeichnung zu Nationalpark-Kitas teilnahmen“, freut sich Sylvia Wagner (l.), Vertreterin des NRW-Umweltministeriums bei der Auszeichnungsfeier“. (Foto: Nationalparkverwaltung Eifel/M. Weisgerber)

Bild 3: „Die Nationalpark-Kitas leben einen achtsamen Umgang mit Natur und Umwelt vor und füllen damit einen wichtigen Bereich der frühkindlichen Bildung mit Leben“, so Dr. Thomas Weckelmann vom NRW-Familienministerium, der hier einer Kita die Urkunde überreicht. (Foto: Nationalparkverwaltung Eifel/M. Weisgerber)

Bild 4: Die Anerkennung als Nationalpark-Kita gilt rückwirkend für zwei Jahre. Während dieses Zeitraums greifen die Einrichtungen das Nationalpark-Motto „Natur Natur sein lassen“ auf und verknüpfen es mit Elementarpädagogik im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung. (Foto: Nationalparkverwaltung Eifel/M. Weisgerber)

Bild 5: Das Kooperationsprojekt „Nationalpark-Kitas Eifel“ bringt schon die Kleinsten in die Natur: Durch viel Draußenzeit und das spielerische Entdecken können in den ersten Lebensjahren Akzente für eine starke Naturverbindung gesetzt werden. (Foto: Nationalparkverwaltung Eifel/M. Weisgerber)

(Foto: Nationalparkverwaltung Eifel/M. Weisgerber)

Maike Schlüter

Maike Schlüter

Fachgebiet Umweltbildung
Düttlinger Straße 26
52396 Heimbach-Düttling
02446 / 805-625
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Martin Weisgerber

Martin Weisgerber

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