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Warzenbeißer – Decticus verrucivorus

Der in Nordrhein-Westfalen vom Aussterben bedroht Warzenbeißer (Rote-Liste Kategorie 1) hat im Nationalpark Eifel sein vermutlich landesweit größtes Vorkommen. Er lebt im strukturreichen Grünland und auf Brachflächen. Bezogen auf ganz Deutschland gilt er als gefährdet.

Feuersalamander - Salamandra salamandra

Diesem Paradiesvogel unter den Amphibien sagte man in der Antike nach, er könne ein Feuer löschen in dem er hindurchgeht. Anders als bei vielen mitteleuropäischen Lurchen werden keine Eier, sondern kiementragende Larven ins Wasser abgesetzt.

Besonders gefährdet ist der Feuersalamander seit einigen Jahren durch einen Hautpilz. Dieser vermutlich aus Ostasien eingeschleppte Pilz hat in den Niederlanden und Belgien zu einem Massensterben bei Salamandern geführt. Inzwischen ist er leider auch im Nationalpark angekommen.

Hochmoor-Perlmutterfalter – Boloria aquilonaris

Das Leben des Hochmoor-Perlmutterfalters spielt sich ausschließlich in nährstoffarmen und stark versauerten Hochmooren ab. Nur dort kommt diejenige Pflanzenart vor, an der dieser Tagfalter seine Eier ablegt. Da solche Lebensräume ausgesprochen selten und hochgradig bestandsgefährdet sind, ist der Falter in Nordrhein-Westfalen vom Aussterben bedroht.

Besonders gefährdet ist der Hochmoor-Perlmutterfalter, da er wie viele Schmetterlingsarten seine Eier nur an einer bestimmten Pflanzenart ablegt. Hierbei handelt es sich um die Moosbeere, eine zarte Rankenpflanze, die nur in torfmoosreichen Hoch- und Zwischenmooren wächst. Da dieser Lebensraum mit seinen typischen Pflanzen in Nordrhein-Westfalen selten und stark gefährdet ist, ist der Falter inzwischen vom Aussterben bedroht.