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Ein Standort mit besonderer Geschichte

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Mitten im Nationalpark Eifel ragen die Bauten der ehemals nationalsozialistischen „Ordensburg“ Vogelsang auf. Unter Beteiligung der Region und des Landes Nordrhein-Westfalen und mit Förderung durch den Bund und die Europäischen Union, hat sich der Konversionsstandort Vogelsang zu einer internationalen Begegnungs- und Bildungsstätte entwickelt: Vogelsang IP | Internationaler Platz im Nationalpark Eifel“.

Das neue „Forum Vogelsang IP“ mit seinem modernen Besucherzentrum, mit den beiden Ausstellungen „Wildnis(t)räume“ und „Bestimmung Herrenmensch“, mit seiner touristischen Präsentation der Region, mit Seminarräumen und Gastronomie steht nicht nur baulich im Kontrast zur Historie des Ortes. Der Anspruch von Toleranz und Weltoffenheit spiegelt sich auch in den bildungstouristischen Angeboten des Standortes und den beiden Ausstellungen wider.

Die ehemalige „Ordensburg“ Vogelsang wurde 1934 von den Nationalsozialisten errichtet, um junge Menschen als Führungskräfte auszubilden. Die rund 100 Hektar große Anlage symbolisiert die Staatsideologie des Nationalsozialismus, durch Erziehung und Indoktrination einen „neuen deutschen Menschen“ zu schaffen.

  • Im Jahr 1945 wurde Vogelsang von den vorrückenden Alliierten eingenommen.
  • Bis Ende 2005 war Vogelsang erst britischer, dann belgischer Truppenübungsplatz.
  • Mit dem Weggang des Militärs wurde die Umwandlung in eine zivile Folgenutzung eingeleitet.
  • Da Vogelsang bundesweit eines der größten erhaltenen Bauensembles der Nationalsozialisten darstellt, steht es heute unter Denkmalschutz.

Detaillierte Informationen zum Standort Vogelsang finden Sie hier.

Auf der Basis eines internationalen Architekturwettbewerbes aus dem Jahr 2008 wurde die denkmalgeschützte Bausubstanz in den letzten Jahren einer modernen Nutzung zugeführt. Wie im Gewinner-Entwurf des Berliner Architektenbüros „Mola Winkelmüller Architekten BDA“ vorgesehen, ist ein neues Besucher- und Ausstellungszentrum, das „Forum Vogelsang IP“ entstanden. Die Ausstellungsräume der NS-Dokumentation und der Nationalpark-Ausstellung werden mit eigenständigen Raumhüllen - sogenannte Inlays - versehen, um neutrale Innenräume zu schaffen und ein klares Zeichen für die neue Nutzung zu setzen.

Die Erlebnisausstellung „Wildnis(t)räume befindet sich im Ostflügel des Gebäudeensembles und nimmt dort mit einer Fläche von etwa 2.000 Quadratmetern zwei Etagen ein. Der Zugang erfolgt über das zentrale Besucherzentrum.