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Anforderungen an die Kitas und Kriterien zur Zertifizierung

Anforderungen an die Projekt-Kitas sind

  • möglichst viel Zeit draußen verbringen in Lernsituationen mit Bezug zu Natur
  • zwei Ansprechpersonen für Fortbildungen, Austausch und Projektdokumentation frei stellen
  • ein vorhandenes Außengelände so gestalten, dass die Kinder Möglichkeiten zu direktem Erleben von Natur und Wildnis finden
  • die Natur in die Einrichtung holen
  • Themen rund um Wald, Natur, Nationalpark in pädagogische Konzeption und ggf. Leitbild übernehmen
  • Beteiligung am Nationalpark-Projekt innerhalb der Einrichtung und nach außen darstellen
  • durchgeführte Projekte dokumentieren und reflektieren.

 

Kriterien zur Zertifizierung als Nationalpark-Kita Eifel nach jeweils zwei Jahren:

  • Inhalte: Nationalpark-Kindergärten sollen Naturverbundenheit fördern, mit dem Nationalpark Eifel und den Thema Wald, Wasser und Wildnis vertraut machen, aktiv im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung sein.

  • Draußenzeit: Die Kinder sind regelmäßig draußen, idealerweise an einem Platz, der regelmäßig aufgesucht wird. Das Außengelände wird so gestaltet, dass den Kindern unmittelbare Naturerfahrungen möglich sind. Die Kinder werden mit Naturmaterial kreativ. Der Nationalpark Eifel und andere Umweltbildungseinrichtungen werden als Lernort besucht.

  • Kontinuität und Entwicklung: Es gibt eine Grundsatzentscheidung der Kindertagesstätte  zum Zertifizierungsprozess. Die Themen Bildung für nachhaltige Entwicklung, Stärken von Naturverbundenheit und Nationalpark Eifel sind im Konzept der Einrichtung verankert.

  • Partizipation: Kinder und Eltern arbeiten gemeinsam mit den Erzieherinnen und Erziehern an Projekten. Neue Strukturen wie Kinderkonferenzen und verstärkte Elternbeteiligung können etabliert werden.

  • Kooperation und Management: Die Kindertagesstätte benennt zwei Ansprechpartnerinnen oder Ansprechpartner, die regelmäßig an kostenfreien Fortbildungen und Austauschtreffen teilnehmen und Inhalte in den Kita-Alltag transportieren. Mit Nationalpark-Schulen aus der Region werden nach Möglichkeit Partnerschaften gebildet.

  • Öffentlichkeit: Die Einrichtung informiert regelmäßig über die Teilnahme am Zertifizierungsprojekt „Nationalpark-Kita“. Das kann über die Auslage von Informationsmaterial über den Nationalpark Eifel erfolgen oder über die Einrichtung zum Beispiel einer Nationalpark-Kinderecke mit (selbst gestalteten) Büchern, einer Waldschatzkiste, einer Waldwichtellandschaft oder ähnlichem.

Die Erfüllung der Kriterien für eine Nationalpark-Kita bezieht übrigens alle 10 Bildungsgrundsätze NRW mit ein. Teilnehmende Einrichtungen werden regelmäßig kostenfrei in Naturthemen fortgebildet und erhalten die Möglichkeit zum Austausch mit Kolleginnen und Kollegen anderer Einrichtungen, so dass sich ein Netzwerk in der Region bildet, in dem alle Akteure voneinander lernen und profitieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich durch Erfüllen der Kriterien auch um eine Zertifizierung im Netzwerk „Schule der Zukunft/Bildung für nachhaltige Entwicklung“ zu bewerben, da die Kriterien an die Kriterien der landesweiten BNE-Kampagne angelehnt sind.

 

Ablauf des Zertifizierungsprozesses

  • 15. Mai 2018 / 2020 / 2022: Beginn des zweijährigen Zertifizierungsprozesses
  • Frühsommer: Fachfortbildung
  • Spätherbst: Fachfortbildung
  • Winter: Austausch mit pädagogischen Fachberaterinnen der Träger
  • Frühling: Fachfortbildung
  • Herbst: Fachfortbildung
  • 1. Februar 2020 / 2022 / 2024: Abgabe von Projektdokumentationen
  • Bis 31. März: Rückmeldung über weitere Beteiligung am Zertifizierungsprojekt
  • Bis 15. Mai: Ggf. Bewerbung und Auswahl neuer Kindertageseinrichtungen
  • Mai 2020 / 2022 / 2024: Auszeichnungsfeier mit Zertifizierung der Nationalpark-Kitas